Die Welt aus Stahl

März 29, 2010 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Menschen wie Roboter bedrängen mich
Und starre Gesichter wollen mich erdrücken
Blicke aus Stahl durchbohren mich
Und mechanische Bewegungen zerstören mich
Meine Hilferufe prallen ab an den Herzen aus Stein

Ein kühler Verstand plant meinen Tod
Und kalte Gedanken töten mich in dieser Welt aus Stahl

Menschen wie Roboter manipulieren mich
Und beschwörende Worte wollen mich bezwingen
Grobe Hände reißen mich mit
Und zerstörende Füße treiben mich an
Ich spüre wie auch ich langsam zum Roboter werde in dieser Welt aus Stahl

Und doch eine liebende Hand streckt sich mir entgegen
Und eine warme Stimme ruft nach mir und schmilzt die Welt aus Stahl

Die Insel…

März 21, 2010 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Gibt es nicht einen anderen Planeten
Eine andere lebendige Welt
Ohne dass die Tage sind gezählt
Und ohne Feinde
Die einen nur fertig machen

Gibt es nicht etwas
Wo man sich hinflüchten kann
Wenn man traurig ist
Und nur noch am Boden ist
Und nicht mehr weiter weiß

Gibt es nicht einen Platz
Wie zum Beispiel den Himmel
Mit der aufgehenden Sonne
Die man durch das Flugzeugfenster sieht
Die Wärme spendet

Gibt es nicht etwas
Wo man sich geborgen fühlt
Wie abends im eigenen Bett
Wo man Trost und Zuversicht erntet
Statt Vorwürfe und Zwist

Lange habe ich diesen Platz auf der Welt gesucht….

Ich brauche keinen Planeten
Auch keine neue Welt
Und auch den Himmel kann ich streichen
Denn ich habe gefunden wonach ich gesucht habe

Der Ort ist die Insel der Begegnung

Hier gibt es keine Feinde
Die dich fertig machen
Hier gibt es nur Freunde
Die dir helfend die Hand reichen

Hier her kann ich flüchten
Wenn ich traurig bin
Und nicht mehr weiter weiß
Denn hier bekomme ich Trost

Hier geht täglich die Sonne auf
Und spendet Wärme
Und statt Vorwürfe und Zwist
Finde ich Trost und Zuversicht

Hier endet meine Suche
Denn hier fühle ich mich wohl
Sicher und geborgen
Die Insel der Begegnung
Ja hier bin ich gerne

Das geliebte Kind…

März 11, 2010 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Geliebtes Kind
Alles Glück dieser Welt hält man in seinen Händen
Wenn du zum ersten Mal der Mutter in die Arme gelegt wirst
Ganz behutsam, so hilflos und unendlich süss
Und allein für diesen Augenblick des unbeschreiblichen Glücksgefühles
Lohnt es sich zu leben
So rasch verfliegt die Zeit
Und deren Geschehnisse verbinden umso fester
Die Mutter vertraut auf die Zukunft
Denn die Zukunft bist du

Gänseblümchen

August 18, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedanken

Gänseblümchen in meinem Alltag
Ein guter Freund
Eine Ansichtskarte in der Post
Das Lächeln eines Menschen auf der Strasse
Der Autofahrer der anhält damit ich abbiegen kann
Die ehrlich gemeinte Frage “Wie geht es Dir?”
Das verständnissvolle Zuhören
Die funkelnden Tautropfen auf der morgendlichen Wiese
Das Eichhörnchen dass den Baum herauf klettert
Das Kind das Seifenblasen in die grosse Welt pustet
Lauter unscheinbare Kleinigkeiten
Mitten in meinem Alltag
Gänseblümchen eben…

So wie jeden Tag…

Juli 20, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedanken

Manchmal muss man einfach weinen
Nur so und ganz plötzlich
Wenn es wieder einmal zuviel wird
Was einen so bedrückt
Und man es nicht länger zurückstecken kann
Dann ist da ein Würgen im Hals
Ein Zucken im Gesicht
Ein Zittern durch den ganzen Körper
Und ein Wasserfall von Tränen

Irgendwann
Meist gar nicht viel später
Ist es wieder vorbei
Und da sitzt du
Wo du zusammengesunken warst
Wo du dich ganz klein gemacht hattest
Als wolltest du dich vor der Welt verstecken
Und schaust mit großen und blanken Augen
Fast erstaunt und verständnislos
Ängstlich suchend im Zimmer umher
Ob nicht jemand da ist
Der dich in den Arm nimmt und festhält
Bis du dich wieder stark genug fühlst
Aufzustehen und weiterzumachen
So wie jeden Tag…

Leben lernen

Mai 7, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Abgeschottet bin ich von Welt und Raum
Die Dunkelheit legt sich über meine Augen
Doch die Phantasie und Gefühle regieren

Zarte, leise Klänge der Musik steigen in mir auf
Und ich kann das Vibrieren dieser Klänge spüren

Meine liebsten und vertrauten Freunde
Die lustigen blauen Gesellen
Welche mit ihren mächtigen Flossen
Durch die rauschende Brandung schnellen

Sie stupsen keck mit ihren Nasen
Verlockend, süss
Ach könnte ich doch einfach mit ihnen davon

Doch nie und nimmer käme ich fort
Fort von mir und meinem Ich

Und so muss ich erkennen
Dass es so wichtig ist
Leben zu lernen
Leben mit mir und Menschen wie Euch