Nashashuk – Lauter Donner | Teil 1

März 18, 2014 by  
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Nashashuk (Lauter Donner)

Nashashuk ist eine Geschichte für Kinder.
Die Geschichte eines jungen Hengstes – Nashashuk – Lauter Donner
Hier beginnt nun der erste Teil – Die Waldbewohner

Die Waldbewohner

In einer Zeit, lange bevor die Menschen die Erde bevölkerten, lebten in den irischen Wäldern und Bergen Feen, Elfen, Waldwichtel, Gnome, Trolle, viele Tiere und eine besondere Herde Wildpferde.
Alle Bewohner dieses Gebietes lebten für sich in ihren Verbänden, Clans und Herden. Alle blieben in ihren Gruppen und keiner störte sich am Dasein des Anderen. So lebte man in Ruhe und Frieden nebeneinander her, doch nicht miteinander.
Nun möchte ich einmal die einzelnen Waldbewohner vorstellen:

Die Feen

Sie werden etwa vierzig Zentimeter groß und sind umgeben von einem glitzernden Leuchten. Ihr Körper ist leicht und zierlich gebaut, so dass sie mit ihren feinen Flügeln federleicht fliegen können.
Meistens tragen sie Kleidung aus feinem Stoff, die sie beim Fliegen nicht behindern.
Ihr freundliches und frohes Gemüt bringen sie mit ihrer farbenfrohen Kleidung zum Ausdruck.
Sie sind lustig, fröhlich und verbreiten immerzu gute Laune.

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Die Elfen

Die Elfen sind bis zu zwei Meter groß und haben spitze Ohren sowie einen schlanken, grazilen Körper. Durch ihr Erscheinungsbild strahlen sie Würde aus und ihre Bewegungen erscheinen elegant und majestätisch.
Die Elfen sind hervorragende und schnelle Läufer. Kein anderes Lebewesen kann zu Fuß solch ein Tempo erreichen wie die Elfen.
Außerdem gelten sie als die edelsten Geschöpfe der gesamten Bevölkerung in den irischen Bergen.

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Die Waldwichtel

Die Waldwichtel sind nur einen halben Meter groß.
Ihr Körper ist drahtig gebaut und sie haben eine gelbe Hautfarbe.
Wichtel sind stets gepflegt und sehr ordentlich.
Das Alter eines Wichtels lässt sich nicht einschätzen, denn sie sehen mit 35 Jahren genauso aus wie mit 10 Jahren.
Sie sind fleißige und freundliche Gesellen und sie sind immer da wenn jemand Hilfe benötigt.

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Die Gnome

Die Gnome werden höchstens einen Meter groß. Sie haben eine dunkelbraune Haut, blonde Haare und sehr helle und stechende Augen.
Ihr Körperbau ist sehr füllig und kräftig, so dass sie sehr viel Kraft haben, welche sie zum Bauen und Handwerken einsetzen.
Haben sie einmal keine Lust zum Arbeiten, dann messen sie ihre Kräfte in Wettkämpfen.

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Die Trolle

Die Trolle sind riesig groß im Gegensatz zu den anderen Waldbewohnern. Ihre Größe liegt zwischen zwei und drei Metern und sie wiegen bis zu 350 kg.
Sie sind die meist gefürchteten Waldbewohner Irlands. Sie sind extrem stark und arbeiten viel im Handwerk. Auch Wettkämpfe bestreiten sie sehr gern.

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Die Wildpferde

Die Wildpferde waren wunderschön anzusehen. Viele Fellfarben waren hier zu finden. Von Schwarz bis goldfarben . Helle Mähnen, dunkle Mähnen, ja sogar silberne Mähnen gab es. Es gibt hier eine grosse Herde, angeführt von einem prächtigen Hengst. Sie wandern umher und lieben die vielen saftigen Wiesen sowie die Berge und Täler.

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Nashashuk – Lauter Donner | Teil 2

März 18, 2014 by  
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Das grosse Beben

Eines Tages gab es ein fürchterliches Erdbeben. Und als wenn das nicht schon genug war, nein es folgte auch noch ein fürchterliches Unwetter, mit Regen, Hagel, Gewitter und Sturm.
Durch das Beben wurde das große Gebiet gespalten. Ein unüberwindbarer Riss trennte den Wald vom übrigen Gelände. Dieser Riss war auch nicht einfach so zu überwinden, denn dafür war er viel zu breit und man lief Gefahr, in eine tiefe Schlucht zu fallen. Und solch einen Sturz würde keiner überleben können.
Das Beben brachte solch eine Erschütterung mit sich, dass es einem Angst und bange wurde. Der Sturm und das Gewitter taten das Übrige hinzu, so dass keiner zur Ruhe kam. Es stürmte, regnete, es schien als wolle in diesem Moment die ganze Welt untergehen.
Da es mitten am Tage war und alle Bewohner ihren Tätigkeiten nachgingen, wurden viele durch den Erdenriss voneinander getrennt und oftmals kam es vor, dass einer eines Verbandes sich allein irgendwo wiederfand.

Auch eine Stute wurde von ihrer Herde getrennt.
Ihr Name war Nahimana. Dieser Name bedeutet „Die Weise der Herde“.
Nahimana konnte nicht so schnell flüchten und den Anderen folgen. Sie war tragend und die Zeit der Geburt des Fohlens stand kurz bevor.
Sie überlegt kurz, was nun das Beste sei. Ihrer Meinung nach, war sie im Wald am Sichersten. So machte sie kehrt und lief in den Wald hinein, um dort Schutz vor dem Regen und Sturm zu finden.
Doch ob dass die richtige Entscheidung war?
Denn auch hier im Wald war es fürchterlich stürmisch und der Wind ließ Bäume umknicken wie Strohhalme.
Nahimana suchte sich einen Platz an dem sie sich zumindest ein wenig sicher fühlte und legte sich im Gras am Fuße eines Felsens nieder.
Nun versuchte die Stute ein wenig zur Ruhe zu kommen. Sie wollte nur etwas verschnaufen und dann sehen, ob es nicht einen sichereren Ort für sie gab, wie z. B. eine schützende Höhle.

Zu dem Sturm baute sich nun das fürchterliche Gewitter zum Höhepunkt auf. Plötzlich verdunkelten schwarze Wolken den Himmel. Es wurde beinahe so dunkel wie in der Nacht. Der Wind wurde noch heftiger und es regnete und hagelte sogar. Blitze zuckten zum Boden und der Donner grollte über die Lichtung, dass es Nahimana Angst und bange wurde. Sie hoffte, dass der Spuk bald vorbei sei, denn ihr war wirklich sehr mulmig zumute. Plötzlich sauste ein Blitz vom Himmel herab und schlug in einem Baum ein. Es donnerte so laut, dass die Erde dadurch erbebte. Dabei goss es weiterhin wie aus Eimern. Der Blitz, welcher in den Baum einschlug, brachte das nächste Übel denn der Baum fing Feuer und fiel in Richtung Nahimana nieder. Sie bekam einen Schrecken, denn sie glaubte der Baum stürzt auf sie. Sie versuchte aufzustehen, doch das konnte sie nicht mehr, da genau in diesem Moment die Geburt begann.

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Der brennende Baum verletzte Nahimana, doch sie war auch froh, dass ihr Fohlen sich auf dem Wege auf die Welt befand. Noch glaubte sie, sie könne anschließend einen sicheren Ort aufsuchen.
Die Geburt jedoch war schwer und dauerte eine ganze Weile an, bis dann endlich ihr Kind das Licht der Welt erblickte. Sie betrachtete ihr Fohlen und fand es einfach nur wunderschön. Es war ein rabenschwarzer und kräftiger kleiner Hengst.
Nahimana gab ihn den Namen Nashashuk. Dieser Name bedeutet „Lauter Donner“, denn bei diesem erblickte er ja auch das Licht der Welt.
Nun war Nahimana eine stolze und glückliche Mutter.
Nashashuk rappelte sich langsam auf und versuchte sich auf den noch sehr wackeligen und viel zu langen Beinen zu halten. Er stolperte zum Kopf seiner Mutter und kuschelte sich an sie, denn der Regen, der Donner und die Blitze machten ihn mächtig Angst. Er zitterte am ganzen Körper. War es eben doch alles noch so warm und sicher um ihn herum.
Seine Mutter versuchte ihn zu beruhigen und wartete ab, bis er ein wenig ruhiger wurde und dann einschlief. Auch das Gewitter liess endlich ein wenig nach.

Am nächsten Morgen, als Nashashuk erwachte, stärkte er sich erst einmal und auch Nahimana versuchte aufzustehen. Doch ihr Bein war verletzt und sie kam nicht allein hoch.
Im Liegen frass sie ein wenig Gras und ruhte sich noch etwas aus. Sie war der Meinung, in ein paar Tagen würde sie wohl wieder fit sein. Dann endlich wollte sie sich mit ihrem Sohn auf die Suche nach ihrer Herde machen.
Na, die würden staunen was für einen hübschen Sohn sie nun hatte.

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So vergingen ein paar Tage, doch die Verletzung wollte nicht verheilen. So blieb Nahimana nichts anderes übrig als Nashashuk zu bitten, die Herde allein zu suchen. Wenn er sie dann gefunden habe, solle er sie zu ihr bringen und dann würde alles wieder gut werden.
Nashashuk wollte aber gar nicht allein auf die Suche gehen, er wusste auch gar nicht wie und wo er beginnen sollte, er kannte sich ja noch gar nicht aus in der großen Welt. Auch hatte er Angst allein loszulaufen, was wenn er sich verlief und weder die Herde noch seine Mutter wiederfand?
Nein, das wollte er nicht!
Er versuchte seine Mutter zu überreden, dass er bei ihr bleiben dürfe, doch sie schickte ihn energisch fort.

Nashashuk – Lauter Donner | Teil 5

März 18, 2014 by  
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Die Ankunft

Am dritten Tage war es dann soweit, sie erreichten das große Gebirge… wow… Nashashuk stand da und riss verwundert die Augen auf… man ist das aber hoch… so etwas hatte Nashashuk in seinem jungen Leben noch niemals gesehen. Er kannte gerade einmal den Wald…
Hier müssen wir rüber und dann sind wir da?
Ja, aber es wird anstrengend, denn es ist sehr steil, doch das schaffen wir schon… in etwa drei Tagen haben wir es geschafft.
Auch das Wetter ist uns wohlgesonnen, so erleichtert es den Aufstieg. Doch heute werden wir rasten und ausruhen, damit wir morgen mit frischen Kräften den Aufstieg beginnen können.
So rasteten sie und ließen den Abend ruhig ausklingen.
Am nächsten Morgen ging es dann an den Aufstieg… puh… das war wirklich anstrengend, doch Nashashuk freute sich, denn je höher sie kamen, desto weiter konnte er das Land überblicken. Wow… war das ein Anblick!
Er stellte viele Fragen zu dem was er erblickte und alle gaben ihm bereitwillig Antwort. Sie erklärten ihm jede Pflanze, jeden Baum und alles was es nur zu sehen gab. So lernte er das Land und die Vegetation kennen.
Die Elfen hatten wirklich ein umfassendes Wissen was die Vegetation und das Land betrafen und sie teilten dieses bereitwillig mit ihren neuen Freunden.
Am Abend erklärte die Fee anhand der Sterne das Universum und wie die Sterne und der Mond einem den Weg weisen können.
Sie erklärte dem kleinen Hengst den Unterschied von Astronomie und Astrologie, den Mond, die Sonne, die Sterne und Planeten.
Sie sagte, dass die Astrologie immer wieder mit der Astronomie verwechselt wird. Dabei haben die beiden so gut wie nichts miteinander zu tun!
Denn Astrologie ist keine Wissenschaft – sie beschäftigt sich mit der Sterndeutung. Astrologen glauben, dass sie aus der Stellung der Sterne Näheres über die Zukunft erfahren können.
Die Astronomie ist eine Wissenschaft, die sich mit der Erforschung des Weltalls beschäftigt.
Die Erde wird umhüllt von einer Atmosphäre. Als Atmosphäre wird die Gashülle bezeichnet, die einen Planeten umgibt. Im Fall der Erde ist damit die Lufthülle gemeint.
Und eine Galaxie besteht aus Millionen oder sogar Milliarden von Sternensystemen, die um das Galaxiezentrum kreisen. Wie viele Galaxien es im All gibt, weiß keiner genau, doch es sind sehr, sehr viele.
Der Mond ist der ständige Begleiter unserer Erde. Am Nachthimmel wirkt er so groß wie die Sonne. Doch das täuscht nur, denn der Mond ist nämlich vierhundertmal kleiner als die Sonne. Er wirkt nur so gross, weil die Sonne viel weiter von der Erde entfernt ist und darum kleiner wirkt.
Wenn du dir den Mond genau anschaust, dann sieht es manchmal aus, als hätte er ein Gesicht. Doch was du siehst sind eine Reihe dunkler Flecken. Das sind die einzelnen Täler und Gebirge auf dem Mond.
Der Mond ändert ständig seine Gestalt. Manchmal kannst du ihn gar nicht sehen, manchmal sieht er aus wie eine Sichel und manchmal siehst du ihn als große, runde Scheibe.
Der Mond umkreist einmal im Monat die Erde und diese umkreist die Sonne. Dabei steht der Mond immer in einem anderen Winkel zu Erde und Sonne und wird vom Sonnenlicht immer wieder unterschiedlich beschienen.
So entstehen die einzelnen Mondphasen. Bei Vollmond scheint die Sonne direkt auf den Mond, der dann kreisrund aussieht.
Wandert der Mond weiter um die Erde, wird er nur noch von der Seite beschienen und sieht – je nach Position zur Sonne – wie eine breitere, oder eine schmalere Sichel aus.
Wenn gar kein Sonnenlicht mehr auf die uns zugewandte Seite fällt, ist er von der Erde aus gar nicht mehr zu sehen.
Der Mond nimmt also gar nicht ab und zu. Er behält immer die gleiche Größe. Sein Aussehen verändert sich nur durch die unterschiedliche Sonneneinstrahlung.
Es kann jedoch auch eine Mondfinsternis geben. Sie kann es nur bei Vollmond geben. Denn nur dann befinden sich die Sonne, die Erde und der Mond auf einer Linie. Der Mond steht also – von der Sonne aus gesehen – genau hinter der Erde. Das ist jedoch keine Besonderheit, denn wir haben ja alle 28 Tage Vollmond. Nur wenn sich der Mond genau im Schatten der Erde befindet, ist von der Erde aus eine Mondfinsternis zu beobachten. Das passiert nicht oft.
Der Begriff “Mondfinsternis” ist ein wenig verwirrend, denn der Mond verfinstert sich nicht, sondern leuchtet in einem magischen Rot.
Denn wenn der Mond im Kernschatten der Erde liegt werden die Sonnenstrahlen von der Atmosphäre der Erde zerstreut und so entsteht – wie auch beim Sonnenuntergang – das rote Licht auf der Mondoberfläche.
Somit hatte Nashashuk einen anschaulichen Unterricht.
Auf all seine wissbegierigen Fragen hatten sie eine Antwort mit Erklärung für ihn.
So erklärten sie ihm auch die Erde mit ihren Gezeiten.
Leben kann nur unter bestimmten Voraussetzungen entstehen. Es darf nicht zu kalt sein, aber auch nicht zu warm. Wasser muss in großer Menge vorhanden sein. Und die Atmosphäre muss die richtige Mischung aus Stickstoff und Sauerstoff enthalten. All diese Voraussetzungen erfüllt nur ein Planet – Unsere Erde.
Das war aber nicht immer so. Erst im Laufe von Millionen von Jahren hat sich die Atmosphäre der Erde so entwickelt, dass Leben entstehen konnte.
Die Erde ist der einzige bekannte Himmelkörper auf dem Leben möglich ist. Deshalb wird sie auch als “Mutter Erde” bezeichnet.

Hier geschieht es auch schon mal, dass plötzlich große Teile überschwemmt wurden, die kurz vorher noch ganz trocken waren – das liegt an den Gezeiten – Ebbe und Flut.
Auf der Erde bewirkt die Schwerkraft, dass wir am Boden bleiben und nicht schwerelos sind. Die Schwerkraft bewirkt aber auch, dass sich Mond und Erde gegenseitig anziehen.
Diese Anziehung wirkt sich vor allem auf das Wasser der Ozeane aus. Die Schwerkraft bewirkt, dass das Meer auf der mondzugewandten Erdseite vom Mond angezogen wird – dann ist die Flut da. Diese Anziehungskraft ist so stark, dass sie sich selbst auf der gegenüberliegenden Seite der Erde noch schwach bemerkbar macht.

Die Elfen waren erfreut, wie wissbegierig der kleine Hengst doch war und sie glaubten, dass wenn er eines Tages die Herde leiten würde, dann wäre er ein guter Führer.
So vergingen die folgenden drei Tage sehr schnell und endlich waren sie auf der anderen Seite des grossen Spaltes angelangt.
Hier war es ganz anders als im Wald und auf der anderen Seite… es gab Wiesen so weit das Auge reichte, wenig Wald, dafür Wasser und Wiesen mit vielen bunten Blumen.
Nashashuk lief los, er rannte, schmiss die Beine in die Luft und wieherte vor Freude…. wie schön es hier war und wie herrlich es duftete.
Als er sich ausgetobt hatte, lief er zurück zu den Anderen, die ihm belustigt zusahen.
Man, ist das aber schön hier. So bunt und leuchtend und es riecht so gut. Was flattert denn dort durch die Luft? Sind das andere Feen?
Linumal lachte und meinte, dass seien Schmetterlinge.
Schmetterlinge gibt es in allen Farben und vielen verschiedenen Mustern.
Oh, ach so… na dann wünsche ich mir, dass wir bald eure Familien treffen…
Und deine Herde, dass ist erst einmal wichtiger, denn deine Mutter wartet ja auf dich…
Ja, das ist wohl wahr… stimmte Nashashuk traurig zu.
Sie war ganz allein auf der Lichtung…
Plötzlich sagte Nashashuk… schaut mal dort, dort kommt ein ganzer Schwarm dieser Schmetterlinge!
Ein ganzer Schwarm? Nein, das kann nicht sein, denn sie fliegen nicht in großen Schwärmen!
Doch was ist es dann?
Als der Schwarm näher kam, sah man ein Leuchten, welches den Schwarm umgab… Da rief Linumal aus, das sind Feen! Huhu… hier sind wir… Linumal schwang sich in die Luft und flog einige Loopings vor Freude…. dann flog sie dem Schwarm entgegen.
Die Feen nahmen Linumal freudig in Empfang. Sie umtanzten sie und nahmen sie in ihre Mitte, so als wenn sie verhindern wollten, dass sie wieder verlorenging.

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Gemeinsam flogen sie zurück zu den Wartenden. Linumal stellte sie einander vor. Dann meldete sich eine Fee zu Wort und erzählte, dass die Elfen auf dem Weg zum Gebirge seien und dass sie nicht mehr sehr weit entfernt sind. Hathila und Gorlenas freuten sich über diese frohe Botschaft. Sie fragten die Feen aus, wie viele Opfer es denn gäbe und wie diese Seite aussähe… Die Feen antworteten, dass ihnen nicht bekannt sei, ob es Opfer zu verzeichnen gibt. Sie glaubten, dass dem nicht so sei, denn schlechte Nachrichten würden sich schnell verbreiten. Alle Lebewesen, aus allen Verbänden und Clans seien unterwegs hierher…
Das erfreute alle… bald würden sie wieder vereint sein.
Und die Pferde… fragte Nashashuk… sind sie auch unterwegs hierher?
Ja, und sie sind auf der Suche nach einer tragenden Stute mit silbernen Haar… sie wird seit dem großen Beben vermisst.
Das ist meine Mutter. Sie wurde von der Herde getrennt und hat mich dann auf der anderen Seite auf einer Lichtung geboren. Ich bin auf der Suche nach der Herde.
Und wo ist deine Mutter?
Sie ist verletzt und wartet auf der Lichtung auf mich. Ich soll die Herde zu ihr führen.
Oh, das ist gut so, dann wirst du deine Mutter bald wiedersehen, denn auch die Pferde sind nicht mehr weit. Ich kann jemanden losschicken, um die Pferde zu unterrichten, dass die Stute nicht länger vermisst ist und Hilfe braucht. Dann beeilen sie sich her zu kommen.
Das würdest du für mich tun?
Ja, natürlich. Wir wissen wo die Herde ist und wir können fliegen, so sind wir doch schnell am Ziel.
Oh, das ist aber sehr freundlich, vielen Dank dafür.
So wurde eine Fee zur Pferdeherde geschickt, um die frohe Botschaft kundzutun.
Unterwegs traf sie auch auf die Elfen und Waldwichtel und sie informierte auch diese, dass die Vermissten am Fuße des großen Berges warteten.
Am frühen Abend fanden sich immer mehr am Berge an. Gorlenas, Hathila, Samtan und Linumal hatten ein behagliches Lager errichtet und begrüßten jeden Neuankömmling mit einem heißen Getränk und etwas zu essen. Einige Feuer brannten behaglich und man ließ sich an den Feuern nieder.
Nashashuk freute sich über dieses bunte Treiben und wartete sehnsüchtig auf seine Herde.
Da plötzlich hörte er ein heftiges Donnern… nanu… kommt da ein Gewitter? Aber es ist doch gar nicht windig oder so…
Mit dem Donner kam auch eine große Staubwolke auf sie zu… Nashashuk erschrak im ersten Moment, doch dann sah er sie… die Pferde…

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Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, er stellte sich auf die Hinterbeine und wieherte laut einen Begrüßungsgruß.
Die Pferde machten Halt vor ihm und der Leithengst kam auf ihn zu…
Boah… ist er aber schön und kräftig… was für eine imposante Erscheinung!
Hallo Kleiner, wir suchen eine unserer Stuten, ihr Name ist Nahimana. Die Fee sagte uns du bist ihr Sohn.
Ja, Nahimana ist meine Mutter. Ich bin Nashashuk.
Mein Name ist Nayati – Der, der ringt – ich grüße dich lauter Donner, mein Sohn.

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Wie dein Sohn?
Ich bin dein Vater und es freut mich dich kennen zu lernen. Doch sage mir, bist du ganz allein hierher gekommen und wo ist Nahimana?
Sie ist auf der anderen Seite des Gebirges, etwa zehn Tagesreisen von hier entfernt auf einer Lichtung. Sie wurde verletzt und konnte nicht aufstehen. Sie schickte mich los, euch zu suchen. Unterwegs traf ich dann Samtan den Waldwichtel, die Elfen Gorlenas und Hathila und auch eine Fee. Gemeinsam sind wir dann hierher gekommen. Sie sind meine Freunde und haben mir viel geholfen.
Das war sehr nett von ihnen, ich würde sie gerne kennen lernen. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass sie einem Pferd helfen. Eigentlich lebt jede Herde für sich…
Ja, das sagten sie mir auch, doch ich habe auf unserer Reise festgestellt, dass wir alle voneinander lernen und uns gegenseitig helfen können. Wäre es nicht gut, wenn es nur noch eine große Herde gäbe?
Wie… nur eine große Herde? Du meinst alle Lebewesen zusammen in einem Verband?
Der Hengst lachte so laut und stampfte mit den Hufen auf den Boden dass es nur so dröhnte… eine Herde…wie soll das denn gehen? Und wer soll der Leithengst sein… vielleicht ein Wichtel?
Da wurde Nashashuk nachdenklich… doch dann kam ihn ein Gedanke.
Er sagte zum Vater, komm ich stelle dich erst einmal vor. Und dann werde ich allen eine Idee erzählen.
Nashashuk begleitete seinen Vater zu seinen Freunden und stellte jeden vor.
Nayati bedankte sich bei ihnen, dass sie Nashashuk so unterstützt haben.
Nashashuk stellte sich auf eine Erhöhung und wieherte laut… alle drehten sich zu ihm um.
Als alle gebannt zu ihm sahen sagte er, wenn auch die Trolle und Gnome hier eingetroffen sind, dann möchte ich euch alle bitten an das große Feuer zu kommen. Ich habe etwas sehr wichtiges mitzuteilen.
In der Menge der Umherstehenden wurde ein Gemurmel laut… einige fragten, was es denn wichtiges gäbe und warum er es nicht gleich sagen würde.
Nein, erst wenn auch die Letzten hier eingetroffen sind!
Dann verließ Nashashuk die Erhöhung und ging zu seinen Freunden. Er zog sich mit ihnen zurück und weihte sie in seinem Plan ein.
Sie hörten ihm zu und befanden seine Gedanken als sehr weise und gut und versprachen ihm, ihn zu unterstützen.
Gut, das wäre also geklärt. Nun müssen wir ein großes Feuer machen und alles vorbereiten, damit es behaglich wird und alle Platz finden.
Während die Fünf emsig arbeiteten, trudelten auch die Trolle und Gnome ein…
Am Abend, der Mond schien schon hell, versammelten sich alle am großen Feuer.
Nashashuk wartete bis alle einen Platz gefunden hatten und bat dann um Ruhe.

Nashashuk – Lauter Donner | Teil 6

März 18, 2014 by  
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Die neue Welt

Alle schauten gespannt auf ihn und dann begann er zu reden.
Seid gegrüßt ihr Elfen, Trolle, Gnome, Feen und Pferde. Ich bin Nashashuk, der Sohn von Nahimana. Sie wurde, wie viele von euch auch, durch das große Beben von ihrer Herde getrennt. Sie liegt verletzt auf der anderen Seite des Berges hier. Sie hat mich losgeschickt um Hilfe zu holen. Auf meinem Weg lernte ich dann meine heutigen Freunde kennen. Samtan von den Waldwichteln, Gorlenas Brith und Hathila Haleth von den Elfen und Linumal Silberstaub von den Feen. Wir alle suchten nach unseren Familien und Freunden und schlossen uns zusammen, um die Suche gemeinsam fortzuführen. Während unserer Reise stellte ich fest, dass ein Jeder sein Wissen und Können einbrachte und somit die Reise erleichterte. Da kam mir die Idee, dass wenn wir uns alle zusammentun, dann können wir vieles erreichen und voneinander lernen und profitieren. Gemeinsam sind wir stark.
Nach dem großen Beben haben alle viel zu tun und alles muss neu aufgebaut werden. Wenn wir uns zusammentun, dann können wir doch viel mehr erreichen. Die Trolle und Gnome sind kräftig und handwerklich begabt… sie können gut bauen, und wenn es einmal um die Heilkunde geht, dann stehen die Elfen mit Rat und Tat zur Seite. Jeder kann seinen Beitrag leisten und somit die Gemeinschaft unterstützen.
Unter den Zuhörern machte sich ein Gemurmel breit und Nayati meldete sich zu Wort.
Wie stellst du dir das denn vor? So bin ich der Leithengst der Pferde, ich beschütze sie und kümmere mich um alles, damit es den Pferden gut geht. Wenn wir eine Gemeinschaft bilden, wie soll dann denn die Führung aussehen?
Einer für alle? Das kann doch nicht funktionieren… denn die Wichtel wissen ja gar nicht, wie eine Pferdeherde zu führen ist – wer welche Aufgaben bekommt und überhaupt…und ich weiss auch nicht wie zum Beispiel die Trolle geführt werden sollten oder andere Verbände. Und wenn es doch nur einen Führer geben soll – wer sollte es sein? Er müsste sich mit allen sehr gut auskennen…
Nashashuk hatte darüber schon nachgedacht und sich mit seinen Freunden beraten. So konnte er seinem Vater gleich eine Antwort darauf geben.
Das stelle ich mir so vor, jeder Clan, jeder Verband, jede Herde, alle haben bisher einen Führer gehabt. Aus diesen Führern wird ein Rat gebildet. Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen oder Probleme anstehen, dann tritt dieser Rat zusammen und berät sich und die Entscheidungen werden somit gemeinsam getroffen. Jeder Führer kann so sein Wissen mit einbringen und nur so kann es Lösungen geben, die für alle Lebewesen gut sind.
Nayati dachte darüber nach und dachte bei sich, der Kleine könnte Recht haben, so könnte es wirklich und tatsächlich funktionieren. Auch würde es keinen Streit geben, wer vielleicht Führer sein sollte, denn jeder Verband bringt seinen Führer und dass dies funktioniert hat die Vergangenheit gezeigt, da alle einen Leithengst und Leiter haben.
Er besprach sich mit seiner Herde und meldete sich dann noch einmal zu Wort.
Nashashuk, mein Sohn… du hast sehr weise gesprochen und wir sind der Meinung, dass dein Vorschlag funktionieren kann. Wir wären also mit dabei.
Auch die anderen Führer hatten sich mit ihren Leuten beraten und schlossen sich den Pferden an.
Nashashuk freute sich sehr, dass seine Idee so gut aufgenommen wurde.
Er verschaffte sich wieder Gehör und teilte mit, dass es ihm mit Freude erfülle. Nun sollten sie sich langsam zur Ruhe begeben, denn es käme nun viel Arbeit auf sie zu. Es muss viel geplant, aufgebaut und erledigt werden. Von daher sollten sie so bald wie möglich beginnen, da er auch schnellstmöglich zurück zur Mutter möchte.
Am nächsten Morgen würden sie ausgeruht sich ans Werk machen.
Nashashuk erntete tosenden Beifall und nach und nach zogen sich alle zurück.
Nayati aber kam noch einmal auf Nashashuk zu.
Mein Sohn, du bist sehr jung, doch schon sehr klug und gescheit. Keiner ist jemals auf solch eine Idee gekommen. Und ich kann mir wirklich vorstellen, dass es eine gute Sache ist. So wie du es erklärt hast, leuchtet es mir auch ein, obwohl ich zunächst gelacht habe, so lache ich nun nicht mehr, stattdessen bin ich sehr stolz, dich meinen Sohn zu nennen.
Dann legten auch die beiden Hengste sich zum Schlafen nieder. Nashashuk gingen noch so viele Gedanken durch den Kopf, doch er hatte keine Sorge mehr. Bald würde er sich auf den Rückweg machen, um seine Mutter zu holen. Über diese Gedanken schlief er selig ein.

Als er am nächsten Morgen erwachte, da war das ganze Lager schon emsig beschäftigt. Jeder redetet mit jedem, man plante und teilte Aufgaben auf. Nashashuk nahm dies froh zur Kenntnis.
Gorlenas und Hathila kamen auf ihn zu und teilten ihm mit, dass sie ihn auf den Weg zur Mutter begleiten möchten. Sie haben mit den Anderen gesprochen und sind abkömmlich. Vielleicht konnten sie seiner Mutter ja mit Heilkräutern helfen und die Wunde versorgen. Da freute Nashashuk sich und stimmte freudig zu. Auch sein Vater kam mit vier Stuten zu ihnen und sagte, dass diese ihn begleiten werden, während die Anderen beim Aufbau eines gemeinsamen Lagers halfen.
Samtan meldete sich freiwillig mitzukommen, denn das Reisen hatte ihn großen Spaß gemacht und Linumal war schon am frühen Morgen losgeflogen, um der Stute Nahimana Gesellschaft zu leisten und ihr mitzuteilen, dass nun bald die ersehnte Hilfe eintreffen würde.
So machte sich die kleine Abordnung auf den Weg zurück über das Gebirge.
Linumal war schon bei Nahimana eingetroffen und berichtete ihr all das, was sich ereignet hatte. Nahimana war so stolz auf ihren kleinen Nashashuk.
Da sie lange ruhen konnte, konnte sie mittlerweile auch aufstehen und langsam laufen. So ging sie in Begleitung von Linumal seinem Sohn entgegen.
Als der Wald halb durchquert war trafen sie auf Nashashuk und seine Freunde.

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Die Freude war groß… und Nahimana schloß ihren Sohn glücklich und stolz in die Arme.
Die Elfen untersuchten ihre Wunde, rührten aus Kräutern einen Brei an und trugen ihn auf die Wunde auf.
Dann saßen sie beisammen und Nahimana bekam alles haarklein erzählt. Angefangen mit der Suche und dem Kennenlernen der einzelnen Weggefgährten.
Natürlich hörte Nahimana auch über das Vorhaben ihres Sohnes und wie er seine Ideen in die Tat umsetzte. Sie erzählten voller Stolz wie sich der kleine Nashashuk Gehör verschaffte – erst einmal belächelt wurde – und wie ernst man ihn dann genommen hat.
Zum Schluss dachte Nahimana bei sich, was ihr kleiner Sohn doch alles erreicht hat in seinem jungen Leben. Und so klug war er… er hat wahrlich recht… Gemeinsam sind wir stark…

Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg und am vierten Tage trafen sie im neuen Lager ein. Mit lautem Hallo wurden sie begrüßt.
Nashashuk staunte, was in ihrer Abwesendheit geschafft wurde. Es gab Unterkünfte für alle, eine zentrale Stelle für gemeinsame Zusammenkünfte, sogar Unterstände für die Pferde, damit sie vor Wind und Regen geschützt waren. Die Elfen hatten auch einen Ort eingerichtet, an dem man kleine Wunden versorgen lassen konnten, bei schweren Wunden würden sie zum Verletzten gehen. Benötigte man jedoch nur eine Salbe oder Tinktur, so konnte man sie sich dort holen.
Es war ausreichend Platz für alle, auch so dass sie sich nicht auf die Pelle rückten. Und alle arbeiteten Hand in Hand. Jeder einzlne brachte sein Wissen und Können mit ein. Nashashuk freute sich über das Bild…
Ja, so soll es sein… wenn Jeder dem Anderen hilft, dann kann man alles erreichen!

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Nashashuk

März 11, 2014 by  
Filed under News

Nashashuk ist die Geschichte eine jungen Hengstes. Sein Name bedeutet “Lauter Donner”
Er wurde während einer Naturkatastrophe geboren und muss sich gleich auf die Suche nach Hilfe machen, denn seine Mutter Nahimana ist geschwächt und verletzt.
Auf seiner Reise trifft er auf die verschiedensten Waldbewohner, wie den Wichtel Samtan, die Elfen Gorlenas Brith und Hathila Haleth und die Fee Linumal.
Wie auch Nashashuk und seine Mutter wurden sie von der Naturkatastrophe überrascht und von ihren Familien getrennt.
Nun begeben sie sich gemeinsam auf eine Reise durch das zerstörte Land, um Hilfe zu holen.
Was sich alles ereignet und was der junge Nashashuk auf dieser Reise lernt und erlebt, das kann man nun hier auf dieser Website lesen.

Ich wünsche viel Spass dabei…

Eure Dagmar Hallerbach

Familienzuwachs

Mai 11, 2012 by  
Filed under News

Hallo liebe Leser,

der Umzug ist vollbracht – die alten Wohnungen aufgelöst und übergeben und hier kehrt nun langsam der Alltag ein.
Wir leben hier auf dem Lande – ein kleines Häuschen mit Wintergarten und grossen Garten.
Direkt vor der Haustür ist ein Wäldchen mit vielen verschiedenen Vögeln – bis hin zu Reihern.
Wir sind hier eingezogen mit unserem Hund “Kurt”, den beiden Katern “Barti” und “Pöckchen” .
Auch sie haben sich hier gut eingelebt.
Am vergangenen Samstag zog dann unser “Emil” bei uns ein.
Er ist ein kleiner Mischlingswelpe – und wird wohl ein Überraschungshund werden, denn wir wissen nicht was alles in ihm vereint ist.
Er ist ein kleiner Irrwisch und kommt hier mittlerweile auch gut zurecht.

Somit sind wir nun komplett und steuern nun auf unseren grossen Tag zu…

Das ist Kurt…

Kurt

…und das ist Emil…

Emil

Ich verbleibe mit sonnigen Grüssen

Eure Dagmar Hallerbach

Der Umzug

April 11, 2012 by  
Filed under News

Lieber Besucher dieser Website,

der Umzug ist geschafft; oder besser – das Meiste ist geschafft und ausgepackt, nun gibt es nur noch Kleinigkeiten zu erledigen.
Seit heute bin ich auch endlich wieder online und kann mich hier zurückmelden.
Es war eine sehr anstrengende Zeit und es waren viele Kilometer zu fahren, doch das liegt nun hinter uns und wir schauen voller Zuversicht in eine gemeinsame Zukunft.
Zum Monatsende kommt auch unser neues Familienmitglied zu uns – ein zweiter Hund wird bei uns einziehen, da wir nun auf dem Land leben, mit grossen Garten und Wald vor der Türe, wollten wir unseren Kurt einen Kumpel zur Seite stellen.

In Kürze wird es wieder mehr von mir geben.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen, sonnigen Grüssen

Eure Dagmar Hallerbach

Futurinas Leben mit den Gefühlen Part IV

August 21, 2011 by  
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Futurinas Leben mit den Gefühlen

Futurina hatte nun die komplexe Welt der Gefühle kennengelernt. Sie hatte erfahren, dass es neben guten Gefühlen auch viele nicht so schöne Gefühle gibt.
Das war sehr schwer für sie und sie wußte gar nicht wie sie mit diesen ganzen Gefühlen umgehen sollte oder gar konnte. Das war alles so neu.
Und dann geschah es, dass sie plötzlich weinen mußte – so heftig, dass es sie nur so schüttelte. Sie war kaum zu beruhigen. Und besonders schlimm war für sie, dass es von Anderen gesehen wurde und so schämte sie sich ihrer Tränen. Und doch sahen es die Anderen ganz anders als Futurina selbst. Sie freuten sich für Futurina und begrüßten sie freudig in einem neuen Lebensabschnitt. Sie waren der Meinung, sie sei nun einen grossen Schritt weiter gekommen und das auch in Hinsicht auf ihre vielen negativen Gefühle. Denn nun war sie bereit für diese Gefühle und gab sich durch ihre Tränen die Erlaubnis diese wirklich zu fühlen.

So hatte Futurina wieder einmal eine schwere Zeit gewuppt und nahm sich vor, nun mehr auf ihre Gefühle zu hören. Sie ging mit gestärkten Schritten einem neuen Lebensabschnitt entgegen. Auch ihr Mut war zu ihr zurück gekehrt und so fühlte sie sich wieder stark genug, ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Nachdem Futurina nun Kontakt mit ihren Gefühlen aufgenommen hatte, probierte sie eine neue Technik aus.
Da die negativen Gefühle und Gedanken so in der Überzahl waren, versuchte sie diese in positive umzuwandeln.
Ok, das war nicht immer leicht, doch was war schon leicht in ihrem Leben?
Aber sie gab nicht auf und so schaffte sie es auch.
Nahmen die negativen Gedanken zu viel Macht und Raum ein, versuchte sie diese umzudrehen, somit war sie dann nicht in dem Wust gefangen, sondern beschäftigte sich mehr mit der Sonnenseite des Lebens.
Auch sollte den negativen Gefühlen die Macht genommen werden und dieses geschah dadurch, dass Futurina diesen Gefühlen eine Berechtigung, bzw. Erlaubnis erteilte da zu sein. Sie erforschte nicht mehr warum und wieso sie gerade jetzt da waren, sondern sagte sich:
„Ja, da seid ihr nun – ihr unschönen Gefühle – und ihr habt auch jedes Recht da zu sein und wahrgenommen zu werden.“
Damit lebte es sich doch weitaus unbeschwerter, als sich in ihnen zu verfangen.

Da die Gefühle nun da sein durften, so durften auch die Tränen laufen. Immer öfter kam es vor, das Futurina einfach anfing zu weinen, manchmal auch nur so und ohne ersichtlichen Grund, doch war das in Ordnung. Und das nicht still und heimlich für sich – nein – auch Freunde durften die Tränen mitbekommen.

Futurinas Umfeld fand das richtig schön, endlich durften sie eine authentische Futurina kennenlernen. Die Freunde freuten sich für Futurina, dass die Tränen nun freien Lauf hatten und sie ihr Trost und Zuspruch geben durften. Das war bisher immer eher etwas schwierig, denn Futurina wollte kein Mitleid bekommen, denn sie tat sich nicht einmal selbst leid.
Sie war lange Zeit der Meinung, sie sei es nicht wert, als das man sich um sie kümmerte. Sie kannte es aber auch nicht wirklich, denn eigentlich war und musste sie immer eine Einzelkämpferin sein. Sie war immer so stark und nun durfte sie auch einmal Schwäche zeigen – das tat ihr so gut.

Mit Hilfe und Unterstützung von ihren Freunden schaffte es Futurina mit ihren Gefühlen umzugehen und betrat so nun endlich einmal mehr die Sonnenseite des Lebens.

Das alles war neu für Futurina, denn all die Jahre war sie auf sich allein gestellt, sie bekam nie die Sicherheit von den Menschen, von denen sie diese so dringend benötigt hätte. Und nun sollte es so sein, dass sie nicht mehr allein war.
Sie erfreute sich an dieser Wandlung – auch freute sie sich sehr, solch liebe Freunde um sich zu haben.
Diese Freunde waren es auch, die sie immer wieder bestärkten, an sich und ihre Fähigkeiten zu glauben und ihr wurde Verantwortung übergeben und so einiges zugetraut. Natürlich war Futurina erst einmal erschrocken über all den lieben Zuspruch, doch insgeheim freute sie sich sehr darüber und sie kam zu der Meinung, dass auch sie etwas wert war auf dieser Welt. Wenn auch nicht für alle, so aber für ihre Freunde. Ihnen war sie so viel wert, dass hätte sie sich niemals zu träumen gewagt. Und so dauerte es nicht lang und sie glaubte selbst auch daran.
Ja, auch sie war es wert auf der Welt zu sein. Und endlich hatte ihr Leben einen Sinn erhalten.
In nur kurzer Zeit machte Futurina solch eine Wandlung durch, dass ihr gesamtes Umfeld von ihrer Fröhlichkeit und Heiterkeit nur so geblendet war.

Eine sonnige Zeit war angebrochen und das obwohl der Herbst sich schon von seiner heftigsten Seite zeigte. Doch das war Futurina ziemlich egal sie wollte es sonnig und warm haben, also tat sie alles dafür, dass es ihr warm ums Herz wurde.
Sie lebte förmlich auf und erfreute sich an ihrem Leben. Niemals wieder sollte es ihr jemand kaputtmachen können, sie stemmte sich mit aller Kraft gegen Unrecht welches an ihr verübt werden sollte. Sie wollte es nie wieder so weit kommen lassen, dass sie ihr Leben als nicht lebenswert ansah. Und so hielt es sich auch für eine lange Weile an.
Futurina war glücklich, endlich einmal unbeschwert zu leben und das Leben zu nehmen wie es war und sein konnte, nämlich sonnig und warm.

Auch der Winter wurde sonnig. War es auch einmal schwer, so waren Freunde zur Stelle die es ihr leichter machten. Niemals hätte Futurina es für möglich gehalten, dass es noch solche Menschen gibt…selbstlos und hilfsbereit und immer da wenn man sie gerade brauchte. Manchmal haben sie es schon gespürt und Futurina geholfen, ohne dass sie sich hätte melden müssen. Ja, man verstand sich ohne viele Worte. Durch diese Freunde wurde Futurina wieder vieles ermöglicht wo sie sich sonst nicht ran gewagt hätte. Und gab es ein Problem – egal in welcher Richtung – so wurde auch hier schnellstmöglich Abhilfe geschaffen und es wurde kein Weg und keine Anstrengung gescheut.

So neigte sich das Jahr dem Ende zu und es kam das neue Jahr mit viel Hoffnung und Zuversicht. Doch wie so oft im Leben wurde es auch einmal wieder schwer und als Futurina für sich keinen Ausweg sah, weil sie einfach zu erschöpft war und mit der Erschöpfung hatten es die negativen Gedanken und Gefühle viel leichter Besitz von Futurina zu nehmen, da scheute sie sich nicht sich Hilfe zu holen. Denn eines war ihr in den letzten Jahren klargeworden – allein war es immer schwerer und es zeugte auch von Stärke wenn man sich Hilfe und Unterstützung holte und diese auch einforderte.

Es war die Zeit der Wut und des Hasses gekommen und diese Gefühle waren so heftig, dass es Futurina mit Angst erfüllte. Sie bekam Angst vor der Heftigkeit und dachte sie könne dieser nicht standhalten und sie gegen sich richten und dass war es doch was sie nicht mehr wollte. Sie wollte die Wut und den Hass nicht mehr gegen sich selbst richten, denn sie war die falsche Adresse.
So wurde erst einmal dafür gesorgt das Futurina zur Ruhe kam. Denn erst wenn Ruhe in sie einkehrte konnte sie auch die Kraft wieder mobilisieren.
Dann überlegte man gemeinsam wie Futurina denn die Wut aus sich heraus bekommen könnte. Futurina horchte in sich und war der Meinung sie wolle treten, schlagen und laut schreien. Doch das waren alles Dinge die sie so nie getan hatte. Sie war ja nie laut geworden und laute, aggressive Stimmen erzeugten nur noch mehr Angst in ihr. Und doch war sie der Meinung, dass es nur auf diesem Wege zu einer Erleichterung für sie käme. Sie besprach es mit einem Menschen dem sie vertraute und dem sie es auch zutraute, sie in diesem Vorhaben zu unterstützen.
Gesagt – getan – und genau dieser Mensch wollte den Plan gleich in die Tat umsetzen.
So begaben sie sich in den nahe gelegenen Wald. Futurina war furchtbar aufgeregt und nervös und auch schämte sie sich ein wenig, da sie für so etwas Unterstützung brauchte. Doch sie hatte es ja bisher nie gelernt, die Wut heraus zu lassen ohne sich dabei selbst zu verletzen.
Mitten im Wald durfte Futurina sich nun einen Baum aussuchen, der ihr als geeignet erschien. Nun sollte an diesem Baum all die Wut ausgelassen werden. Bedingung aber war, dass es zu keinerlei Verletzungen kam.
Futurina schaute und hörte ihrer Vertrauten zu und versuchte es dann sehr zaghaft ihr gleich zu tun. Die Vertraute spornte sie immer mehr an und so vergass Futurina Raum und Zeit und täuschte Tritte und Schläge an und schrie all ihre Wut aus sich heraus.
Sie tat das so lange bis sie völlig aus der Puste war. Dann erst hielt sie inne. Die Vertraute fragte sie nun wie es ihr ginge und Futurina antwortete nachdem sie in sich hinein gehorcht hatte:
„Ich fühle mich befreit und leicht, es fühlt sich an als sei ein Knoten geplatzt und ich bin irgendwie ins fliessen gekommen.“

Futurina fühlte all ihre Kraft in sich fliessen und das fühlte sich unbeschreiblich gut an.
Nun begaben sie sich wieder auf den Rückweg mit beschwingten, leichten Schritten.
Futurina freute sich über ihre wieder erlangte Kraft und Leichtigkeit.
Auch wurde ihr wieder einmal gezeigt was sie alles kann und das sie sich viel mehr zutrauen sollte.
Wieder einmal gab es Menschen, die so viel Potential in ihr erkannten und sie so ermutigten dieses Potential für sich und ihr weiteres Leben zu nutzen.
So tat sie es auch, sie nahm aus dieser Unterstützung so viel Neues für sich mit und setzte es auch gleich in die Tat um.
Plötzlich war sie für noch mehr Menschen wichtig und wertvoll geworden und das nur durch ihr Dasein, ihre Ideen und Gedanken und so stieg auch ihr Selbstwert wieder immens nach oben.

Wo bin ich?

November 6, 2009 by  
Filed under Gedichte

Wo bin ich?
Es ist dunkel hier – und kalt
Kein Vogel zwitschert in diesem Wald
Der See dort drüben ist ausgedörrt
Hier fehlt die Zärtlichkeit!
Ich finde keinen Halt!
Die Brücke da vorne ist zerbrochen
Der Vulkan dort oben ist erloschen
Wo ich denn sei, fragst Du mich?
Ich bin im Inneren meines Ichs!

Die Stille

Oktober 22, 2009 by  
Filed under Gedichte

Gestern sah ich die Stille
Körper – und Formlos stand sie vor mir
Wehend in den Baumkronen
Auf der Vögel schwingen
Dahin geflogen kam sie und an mir vorbei

Ich versuchte sie zu fassen
Doch welche Narrheit
Ich sah sie nur für einen kurzen Augenblick
Doch erkannte ich sie sofort
Ich wusste das sie es war

So selbstherrlich und leuchtend
Frohlockend, dem Nichts huldigend
Einmalig verliebt in die Bäume und den Wald
Ja, da erkannte ich sie

Die Ruhe in mir selbst
Sie hätte grenzenlos sein können
Würde ich mich ihr nur ganz hingeben
Doch dazu bin ich wohl zu irdisch
Dazu bin ich wohl zu wenig – Baum

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