Nur für Heute

Mai 18, 2010 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Graue Tage ohne Sonne und ohne Licht
Trübe, dunkel und mehr nicht
Ohne einen winzigen Sonnenstrahl
Weiß – grau einfach nur transparent und fahl

Unterwegs treffe ich nervöse Leute
Nicht einer hat ein Lächeln heute
Nur gereizte Stimmung und Müdigkeit
Und eine Sehnsucht nur nach Einsamkeit

Die Einsamkeit um zu versinken
Nur einziges Mal in ihr ertrinken
Nur für heute – Und nur bis dann
Bis ich endlich wieder lachen kann

Die Insel…

März 21, 2010 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Gibt es nicht einen anderen Planeten
Eine andere lebendige Welt
Ohne dass die Tage sind gezählt
Und ohne Feinde
Die einen nur fertig machen

Gibt es nicht etwas
Wo man sich hinflüchten kann
Wenn man traurig ist
Und nur noch am Boden ist
Und nicht mehr weiter weiß

Gibt es nicht einen Platz
Wie zum Beispiel den Himmel
Mit der aufgehenden Sonne
Die man durch das Flugzeugfenster sieht
Die Wärme spendet

Gibt es nicht etwas
Wo man sich geborgen fühlt
Wie abends im eigenen Bett
Wo man Trost und Zuversicht erntet
Statt Vorwürfe und Zwist

Lange habe ich diesen Platz auf der Welt gesucht….

Ich brauche keinen Planeten
Auch keine neue Welt
Und auch den Himmel kann ich streichen
Denn ich habe gefunden wonach ich gesucht habe

Der Ort ist die Insel der Begegnung

Hier gibt es keine Feinde
Die dich fertig machen
Hier gibt es nur Freunde
Die dir helfend die Hand reichen

Hier her kann ich flüchten
Wenn ich traurig bin
Und nicht mehr weiter weiß
Denn hier bekomme ich Trost

Hier geht täglich die Sonne auf
Und spendet Wärme
Und statt Vorwürfe und Zwist
Finde ich Trost und Zuversicht

Hier endet meine Suche
Denn hier fühle ich mich wohl
Sicher und geborgen
Die Insel der Begegnung
Ja hier bin ich gerne

Meine Masken…

Oktober 4, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

In diesem Moment vermittle ich den Eindruck als wäre ich einfach nur glücklich

Die Sonne scheint in meinem Gesicht und die Fröhlichkeit erstrahlt  daneben

Und doch ist dort nur eine meiner Masken und so täuscht der Eindruck

Denn hinter meiner Maske steckt die Einsamkeit…Traurigkeit und die Unzufriedenheit…

Viele verwirrende Gefühle sind da…so wie der Selbsthass undvor allem  panische Angst

In diesem Moment vermittle ich den Eindruck als wäre ich ausgeglichen

Die innere Ruhe hat endlich Einzug bei mir gehalten

Und doch da ist wieder nur eine meiner Masken

Meine Maske gibt mir eine unendliche Sicherheit

Die Maske erspart mir viele Fragen…Fragen die mir nur noch mehr Angst machen

Denn ich müsste diese Fragen mit dem was hinter meiner Maske steht beantworten

In diesem Moment vermittle ich den Eindruck Dinge zu bewegen

Dinge die mich stolz machen sollten

Und doch ist da wieder eine meiner Masken

Ich würde diese Masken gerne fallen lassen und zeigen wie einsam, traurig und ängstlich ich bin

Auch würde ich gerne einmal weinen unter Euch…mit Euch

Ich würde mich gerne einmal  so geben wie ich bin

Und doch da ist sie wieder – Eine meiner Masken!!!

Momente

September 22, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedanken

Es gibt Momente in meinem Leben

Da lebe ich einfach so vor mich hin

Ich tue Dinge
Ohne zu wissen wofür ich sie tue

Ich lache
Obwohl mir nicht zum Lachen ist

Ich bin traurig
So ganz ohne Grund

Ich bin auf der Suche nach etwas
Woran ich mich festhalten kann
Doch ich finde nichts

Ich möchte frei sein
Laufen und alles hinter mir lassen
Doch bin ich gefangen
Im Hier und Jetzt

Ich sehe aus dem Fenster
Und meine Stimmung
Hat die Farbe der Wolken
Trostlos und grau

Doch dann schaue ich auf
Und erblicke einen Sonnenstrahl
Und mir wird klar
Es sind nur Momente
Nur schnelle Gedanken

Ich will auch nicht im Selbstmitleid ertrinken
Sondern ich will leben
Auch wenn es mir manchmal so sinnlos erscheint

Der Mensch

August 25, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Die Nord- und Ostsee liegen im Sterben
Und auch dem Wald droht das Verderben
Die Flüsse und Seen werden verseucht
Uns so manches Tier um sein Überleben keucht
Viele Pflanzen sind vom Aussterben bedroht
Und auch die Sonne und der Regen haben ihre Not
So frage ich mich nun
Wann hat der Mensch sich selbst vernichtet
Er betreibt es doch mit Eile
Und auf nichts wird dabei verzichtet

Futurina und die Zukunft

August 25, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Märchen

Futurina ist am Grund des unendlich, hoffnungslosen Meeres.
Da sitzt sie nun und ist am verzweifeln.
Wie soll es nur weitergehen?
Sie hat alle verloren was ihr einmal wichtig und lieb war.
Sie ist verzweifelt, verwirrt, so viele verschiedene Gefühle spürt sie in sich, und eine fast unzähmbare Angst ist da.
Angst wieder zu vertrauen, Angst vor Nähe und Bindungen.
Doch eigentlich möchte sie genau das. Sie möchte Nähe zulassen können, und vertrauen können.
Sie weiß sie muß sich entscheiden.
Will sie kämpfen für ein Leben in der Zukunft, oder aber wird sie hier in der Finsternis ausharren?

Die Gedanken springen hin und her; was hält die Zukunft für sie bereit?
Sie überlegt was sie früher einmal für ihre Zukunft geplant hatte. Es gab so viel was sie noch vor hatte.
Hat sie all ihre Pläne in die Tat umsetzen können?
Hat sie alles erreicht was sie erreichen wollte?
Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach!
Nein, sie hat längst nicht all ihre Vorhaben in die Tat umsetzen können.
Es gibt noch viele schöne Dinge die sie noch erleben möchte.

Ja, sie möchte arbeiten; mit ihrer Arbeit kann sie anderen Menschen helfen und sie auf ihren Weg begleiten.
Sie möchte auch wieder Tiere um sich haben; denn im Umgang mit den Tieren findet sie Ruhe und Gelassenheit.
Es gibt auch noch viele Länder und Orte die sie gerne noch erkunden möchte.
Wenn sie es sich recht überlegt, dann gibt es noch eine Menge guter Dinge die die Zukunft für sie bereit hält.

Ach ja, das Leben ist ganz schön kompliziert.
Und da es eigentlich kompliziert genug ist, bleibt einem manchmal nichts anderes übrig als einfach das Einfache zu tun; Entscheidungen treffen.

Ja, die Entscheidung ist gefallen!

Futurina will leben, endlich wieder richtig leben!

Sie weiß es wird nicht immer leicht sein, doch sie will es schaffen; sie will es wirklich.
Und aufgrund ihrer Erfahrungen weiß sie im tiefen Inneren auch, das sie den Willen und die Kraft dafür hat. Vielleicht braucht sie hier und da etwas Unterstützung, aber das ist auch okay so, sie muss nicht immer alles allein schaffen.
Wenn ihr Unterstützung und Hilfe angeboten wird, wird sie diese dankbar annehmen.

Futurina sammelt all ihre in den Hintergrund getretenen Kräfte und stößt sich vom Grund des Meeres ab in Richtung Oberfläche.
Auf dem Weg nach oben kommen ihr hier und da ein paar Lichtstrahlen entgegen welche durch die Dunkelheit dringen.
Sie schwimmt dem Licht entgegen.
An der Oberfläche angekommen lässt sie sich ein wenig vom Wasser tragen um wieder zu Kräften zu kommen.
Sie schaut sich verwundert um während sie auf dem Meere treibt. Es ist so hell und klar um sie herum.
Und siehe da, dort hinten am Horizont da ist eine Insel.

Wieder zu Kräften gekommen schwimmt sie mit kräftigen Zügen an Land.
Nur ein paar Meter noch dann wird Futurina endlich wieder festen Boden unter ihren Füßen spüren.
Vorsichtig, Schritt für Schritt geht sie in Richtung Strand. Sie ist noch etwas ängstlich, was wenn es Treibsand ist?
Mutig geht sie weiter. Nach ein paar Schritten wird ihr klar das sie festen Boden unter ihren Füßen spürt.
Erleichtert gelangt sie an den Strand.
Neugierig schaut sie sich um.
Alles ist freundlich, grün und die Luft ist erfüllt von Vogelstimmen.
Eine Vielzahl von Vogelstimmen nimmt sie wahr und viele, bunte Schmetterlinge schwirren durch die Luft.

Wie eine Verdurstete saugt Futurina all das in sich auf. Den Vogelgesang, die Sonnenstrahlen auf ihrer Haut und eine Ruhe breitet sich in ihr aus.
Wie schön es hier ist, so hell und warm, nicht so dunkel und kalt wie am Meeresboden.
Futurina setzt ihren Weg fort die Insel zu erkunden.
Auf ihrem Weg begegnet sie Menschen.
Es sind gute Menschen. Sie bieten Futurina Hilfe und Unterstützung an für ihren Weg zurück in ein gutes und erfülltes Leben.

Futurina nimmt diese Hilfe erfreut und dankbar an. Sie spürt sie ist nicht allein und stellt dabei fest, das ihre verloren geglaubten Kräfte in sie zurückkehren.

Futurina fühlt sich nun gestärkt für ihren Weg und setzt ihn fort.
Während sie noch einmal über alles nachdenkt kommt ihr plötzlich ein Gedanke.
Ach, das Leben kann schon schön sein!

Gemeinsam mit ihren Helfern arbeitet sie an einem Schlachtplan, damit sie all die guten Vorhaben ohne Angst in die Tat umsetzen kann.

Futurina holt sich noch einmal die Zeit am Meeresboden zurück.
Wenn sie jetzt darüber nachdenkt, dann war die Zeit dort unten auch von Nutzen.
Denn hier wurde ihr gezeigt, das auch sie wichtig ist und das auch sie es wert ist zu leben, gut und glücklich zu leben.

Und die Zeit nach ihrer Entscheidung?

Sie ist anstrengend gewesen aber trotzdem gut.
Es wird auch weiterhin nicht immer leicht sein, doch Futurina will den Weg in ein erfülltes Leben meistern, mit allen Höhen und Tiefen den dieser für sie bereit hält.
Es ist gut das sie sich für diesen Weg entschieden hat.

Futurina fühlt eine große Erleichterung in sich, eine Leichtigkeit die man kaum mit Worten beschreiben kann.
Nun freut sie sich auf ihre bevorstehende Wanderung in die Zukunft!

Freunde

August 24, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedanken

Ich wurde in ein Loch getrieben
In ein tiefes und schwarzes Loch
Ich war die kleine graue Maus
Ich sah auch die Sonne nicht
Und erlebte nicht das Glück auf Erden

Doch dann kamen sie – die Freunde
Sie lockten mich mit ihrer Wärme
Aus meinem dunklen Loch
Sie zeigten mir die Schönheiten dieser Erde
Und machten mich glücklich

Ich blühte wieder auf wie eine schöne Rose
Eine Rose nach Entfaltung strebend
Und zum herrlichen Erblühen bestimmt
Überwindet sie beklemmende Schatten
Eine warme Berührung vertraut und verwirrend zugleich

Ab jetzt gehen wir gemeinsam durch das Leben
Glücklich und frei uns gegenseitig unsere Freundschaft gebend
Wir ergänzen und stärken uns wir brauchen und halten uns
Meine Freunde und ich
Danke dass es Euch für mich gibt

Der Sommerurlaub

August 14, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Die Urlaubszeit ist endlich da
Eigentlich ist das doch wunderbar
Gepackt werden schnell die Koffer
Der Ton wird dabei immer schroffer

In der Nacht geht es auf die Autobahn
Oh Gott hier regiert der reinste Massenwahn
Italien soll der Zielort sein
Denn dort zu campen das ist fein

Als die Zelte aufgebaut
Es mich doch gleich vom Hocker haut
Das Nachbarzelt bewohnt Herr Huber
Zu Haus wohnt er über Familie Schuber

Als am Strand wir uns dann sonnen
Kommt Herr Schäfer voller Wonnen
Ach Herr Nachbar ist das nicht schön
Das wir uns all hier wiedersehen…

Ist das Leben…?

Juni 6, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedichte

Ich sehe den Arbeiter, der von morgens bis abends schuftet, nur um sich und seine Familie am leben zu erhalten.

Doch ist das Leben?

Ich sehe den Reichen, der seine Tage damit verbringt, seinen Reichtum zu zählen, und sich doch dabei zu Tode langweilt.

Doch ist das Leben?

Ich sehe den Arbeitslosen, der täglich vor der Arge steht und immer hoffnungsloser wird.

Doch ist das Leben?

Ich sehe den Geschäftsmann, der von Termin zu Termin hastet und nie Zeit für ein persönliches Wort hat.

Doch ist das Leben?

Ich sehe auch die Hausfrau und Mutter, die immer für ihre Familie da ist und nie an sich denkt.

Doch ist das Leben?

Ich sehe so viele Menschen…

Die, die sich über die Schönheit einer Blume freuen…

Die, die einen Sonnenaufgang noch geniessen können…

Die, denen ein freundliches Wort und ein Lächeln mehr bedeutet als ein wichtiger Termin…

Die, die sich darüber freuen, dass es sie gibt…

Die, die Reichtum nicht in Euro messen…

Die, die leben…!

Das Sommerfest der Blumen

Mai 27, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Kurzgeschichten

Ich ging spazieren und sah, wie die Sonnenblumen im Winde sich wiegten. Sie schienen Zwiesprache zu halten, und so begann ich ihnen zu lauschen.
Heute war das Sommerfest der Blumen, und sie warteten auf den Prinzen. Dieser sollte mit ihnen tanzen, und nun stand zur Debatte, wer denn mit ihm tanzen sollte und auch durfte.
Da war zum Beispiel die Gertenschlanke. Sie war der Meinung, dass sie wohl die Richtige sei.
Dann war da auch die mit dem wunderschönen Kleid. Sie glaubte, dass sie es sei, die mit dem Prinzen tanzen dürfe.
Doch dann trat die mit dem zarten Duft hervor. Auch sie dachte, dass sie heute gewählt werden würde.
Und dann war da noch die sehr Auffallende, die eine grosse Menge Platz einnahm. Sie hoffte auch, dass sie dran käme.
Ja, und wie sie alle noch berieten wer denn dieses Mal an der Reihe wäre, da kam auch schon der Prinz daher.
Da beugte sich die Sanfte vor, die bisher nocht nicht zu Worte kam, und meinte, so lasst uns doch alle mit dem Prinzen tanzen.
So empfingen sie den Prinzen und sagten ihm, dass sie alle mit ihm tanzen möchten. Darüber freute sich der Prinz und sie tanzten alle gemeinsam.
Als das Fest zu Ende ging und der Prinz weiter ziehen wollte, da fragten ihn die Blumen, welche von ihnen ihm denn am besten gefallen hätte.
Daraufhin wurde der Prinz sehr nachdenklich und dann sagte er…
Jede war auf ihre Art die Schönste. Und es machte mir Spass und Freude mit jeder von euch zu tanzen.
Da waren alle Blumen erstaunt und freuten sich.
Ja, so habe ich die Blumen heute angetroffen und ich fragte sie, ob ich sie zu einem Strauss pflücken dürfte.
Sie meinten dazu…
Ja, pflücke uns ruhig mit guten Gewissen, unser Fest ist nun vorbei, und im nächsten Jahr erblühen wir wieder auf dieser Wiese.

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