Sein oder Nicht sein…

Oktober 4, 2009 by Dagmar Hallerbach  
Filed under Gedanken

Wer bin ich schon und warum überhaupt

Ich weiß es kaum noch

Bin ich denn überhaupt

Oder ist das alles wieder einmal nur ein böser Traum

Wenn ich aber doch bin

Gibt es denn dann auch für mich eine Zukunft
Vielleicht schon

Sagt mir zumindest mein Rest von Vernunft

Für diese Zukunft lohnt es sich aber nicht

Sagt mir mein so verbittertes Herz

Auch die Zukunft ist irgendwann einmal Vergangenheit

Und die war bisher doch nur Leid

Die Vergangenheit ist das

Was meine Zukunft so sehr bestimmt und prägt

Und zwar so lange wie mein verletztes Herz noch weiter schlägt
Und ich will nicht mehr sein die Eine

Die nur noch mehr Leid erträgt

Das „Sein” ist der Moment zwischen der Zukunft und der Vergangenheit

Und „Nicht sein” beginnt wenn keine Zukunft mehr verbleibt
Willst ich „Sein” oder lieber „Nicht sein”

Das ist hier nun die Frage
Wird mein „Sein” auch in Zukunft nur noch eine ewige und große Plage sein

Die Zukunft ist ungewiss und eigentlich niemals so dunkel vorherbestimmt

Und sie ist nicht das

Was dein verletztes Herz so ängstlich wahrnimmt
Sag ist das „Nicht sein” denn wirklich die bessere Wahl

Nur um zu entrinnen einer völlig ungewissen und zukünftigen Qual
Du nimmst dir selbst die Chance auf das wonach du dich doch so sehr sehnst

Das du dich irgendwann einmal voll Vertrauen an einen lieben Menschen anlehnst

Die Zukunft liegt in deiner Hand

Und ist das was du aus ihr zu schaffen vermagst
Schiebe es nicht auf die Vergangenheit

Das du dich heute nicht dazu wagst

Denn nicht die Vergangenheit sondern du selber stehst dir heute im Wege

Man hat dich tief verletzt in deiner jungen Seele

Doch lasse es bitte nicht zu

Dass es auch noch deine Zukunft bestimmt
Wer soll denn dann noch an dich glauben

Wenn du dich selber aufgibst
Du hast Angst vor der Zukunft aufgrund des Schmerzes deiner Vergangenheit

Doch siehst du es wirklich nicht in deiner grenzenlosen Blauäugigkeit
Den heutigen Schmerz fügst du dir ganz allein zu

Und du übst den Hass aus der Vergangenheit

An deiner Seele und an deinem Körper aus
Du versteckst dein “Ich” und spielst nach außen die Starke und Selbstbewusste

Du setzt ein Lachen auf

Wenn dir eigentlich bitterlich zum Weinen ist

Du ekelst dich vor deinem Körper und verweigerst ihm darum die Nahrung

Und du beruhigst den Schmerz deiner Seele mit Selbstverletzung

Was aber nur neue Narben mit sich bringt
Du selbst vergehst doch innerlich geradezu vor Einsamkeit

Doch du versagst deiner Seele jegliche Nähe oder gar Zärtlichkeit

Wann verweigerst du deinem wirklichem “Ich” nicht mehr die Gewalt über sich selbst
Wann gibst du dir endlich Frieden und kommst zu dieser Einsicht
Denn erst dann wirst du sehen das in deiner Zukunft ist auch Licht!