Nashashuk – Lauter Donner | Teil 4

März 18, 2014 by  
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Neue Freunde

Auf ihrer Suche waren Samtan und Nashashuk bisher niemanden begegnet, doch plötzlich rief Samtan… schau mal Nashashuk, dort drüben ist eine Rauchfahne… da muss jemand ein Feuer entzündet haben!
Bist du dir da sicher? Es kann doch auch ein Brand sein….
Nein, wenn es brennen würde, dann wäre viel mehr Rauch zu sehen – das muss ein Lagerfeuer sein. Wir werden einmal nachschauen wer sich dort niedergelassen hat.
Und wenn es etwas Böses ist dort am Feuer? Vielleicht sind wir ja in Gefahr!
Nein, das glaube ich nicht, doch wenn es dir lieber ist dann pirschen wir uns vorsichtig heran und beobachten erst einmal wer dort rastet.
Ok, so können wir es tun…
Langsam schlichen sich die Beiden in Richtung Feuer und versteckten sich hinter einem Busch.
Am Feuer saßen zwei Elfen und aßen Obst.
Nashashuk staunte, solch grazile Gestalten hatte er noch nie gesehen… wie denn auch, bisher kennt er nur seine Mutter und Samtan.
Samtan sagte leise, dass es Elfen seien und sie aus ihrem Versteck heraus könnten. Dann trat er hinter dem Busch hervor und grüsste freundlich die beiden Elfen. Sie erwiderten den Gruß und luden ihn an das Feuer ein.
Als Samtan sich dazusetzte wagte auch Nashashuk sich hervor. Die Elfen begrüßten auch ihn freundlich und stellten sich vor. Sie hießen Gorlenas Brith und Hathila Haleth.
Die Elfen boten Samtan von ihrem Obst an und für Nashashuk hatten sie sogar frisches Heu dabei. Nashashuk und der Wichtel freuten sich über das Angebotene und sie aßen gemeinsam.
Gorlenas Brith erzählte, dass sie auf der Suche nach ihren Freunden und Verwandten seien, da das Erdbeben sie von ihnen getrennt habe. Nun suchen sie einen Weg den großen Erdenriss zu umgehen. Samtan erwähnte, dass auch sie auf der Suche seien, dass sie die Herde von Nashashuk suchten.
So beschlossen sie, sich gemeinsam auf die Suche zu begeben, da es zu viert doch geselliger sei. Jedoch nicht mehr am heutigen Tage, denn es sollte erst einmal geruht werden.
So saßen sie noch lange beim Feuer und erzählten voneinander.
Früh am nächsten Morgen zogen die Vier weiter. Die Elfen waren sehr fröhlich und hatten immer einen Spaß parat und auch Samtan stand ihnen in nichts nach. Nashashuk hatte Spaß mit seinen neuen Freunden und war voller Frohsinn. Was ihn wohl noch alles auf seiner Suche widerfahren würde….

So zogen die Elfen, Samtan und Nashashuk einige Tage weiter ohne jemanden zu begegnen, bis sie auf eine kleine Fee trafen.
Hathila Haleth grüßte sie und fragte ob sie jemanden begegnet sei.
Nein, bisher bin ich niemanden begegnet antwortete die Fee.
Aus der Frage schließe ich, dass auch ihr auf der Suche seid.
Ja, recht hast du, wir suchen alle unsere Freunde und Verwandten. Möchtest du dich uns anschließen oder lieber weiterfliegen?
Ich schliesse mich euch gerne an, denn so allein zu reisen ist nicht sehr gesellig. Lieber benötige ich mehr Zeit in netter Gesellschaft, als allein unterwegs zu sein – ich bin übrigens Linumal Silberstaub.
Die Vier stellten sich auch namentlich vor und dann zogen sie alle gemeinsam weiter.
Auf ihren Weg mussten sie einige Hindernisse überwinden, wie zum Beispiel umgestürzte Bäume, Felsbrocken und auch reißende Flüsse.
Sie redeten über das Erdbeben und das Unwetter und ob diese Naturgewalten wohl eine Botschaft seien.
Daraufhin meinte Samtan, das Nashashuk in dieser Nacht geboren worden sei und nach dem lauten Donner benannt wurde. Auch erwähnte er, dass er überlegt, ob Nashashuk vielleicht eine Mission hat.
Die Elfen und die Fee dachten darüber nach und waren sich einig, dass es gut möglich sei, dass dem so sei.
Am Ende ihrer Suche würden sie es vielleicht auch gewahr werden. Und so zogen sie weiter, jeder seinen Gedanken nachhängend, bis in die Dämmerung hinein.
Als sie auf eine kleine Lichtung mit einer frischen Quelle kamen, entschieden sie hier zu rasten und die Nacht zu verbringen.
Sie zündeten ein Feuer an und erzählten einander ein wenig von ihren Familien. Als das Feuer heruntergebrannt war, betteten sie sich zur Ruhe und wünschten sich eine gute Nacht.
Nashashuk jedoch war sehr aufgewühlt und konnte einfach nicht einschlafen. So viele verschiedene Lebewesen hat er nun kennen gelernt und alle sind sie freundlich, hilfsbereit und frohen Mutes, warum aber haben sie nicht alle miteinander gelebt, sondern jeder Clan und Verband für sich? Gemeinsam ist doch viel schöner und geselliger…
Linumal bemerkte das Nashashuk noch nicht schlief und fragte ihn, worüber er denn so emsig nachdachte.
Er erzählte es ihr und fragte ob sie wüsste, warum nicht alle miteinander leben würden, sondern alle für sich in ihren Herden.
Linumal überlegte ein wenig und antwortete dann, dass es wohl die Unwissenheit der einzelnen Clans und Verbände sei.
Von jeher war es so und niemand hatte etwas daran geändert. Es gab auch keinen Grund dazu, denn man kannte sich und die Verhaltensregeln untereinander, warum sollte man dann diese Muster verlassen? So kam es dazu, dass alle Gruppen für sich blieben.
Daraufhin dachte Nashashuk nach und meinte dann… doch schau uns einmal an. Wir sind ein Pferd, Elfen, Wichtel und du eine Fee. Wir haben gemeinsam Spaß und jeder profitiert vom Wissen des Anderen. Wenn nun alle sich zusammenschließen würden, dann würde man doch noch viel mehr voneinander profitieren, denn jeder kann seinen Beitrag dazutun. Jeder einzelne kann etwas besonders gut oder etwas anderes als der Andere. So hätte jeder sein Nutzen von einem Zusammenschluss.
Nun war es Linumal die nachdachte. Sie schwieg so langes, das Nashashuk nachfragte ob sie noch wach sei.
Ja, ich bin noch wach und denke über deine Worte nach.
Ich glaube du sprichst wahre Worte, dein Gedanke vom gegenseitigen Profit gefällt mir und vielleicht ist dass der Sinn des Erdbebens. Vielleicht sollten wir alle voneinander getrennt werden, damit wir auf der Suche zusammengeführt werden. Damit meine ich, dass alle Bewohner und Lebewesen hier zusammen geführt werden sollen. Und du warst der Anstoss dazu. Du hast die Reise begonnen und dich nach und nach mit uns zusammengetan.
Meinst du damit, dass das die Mission ist von der die Elfen und Samtan sprachen?
Ja, dass könnte deine Mission sein…ein Zusammenführen aller Lebewesen.
So, nun ist es aber schon spät Nashashuk, wir sollten schlafen, denn morgen haben wir wieder einen weiten Weg vor uns.
Ja, da hast du wohl recht… ich wünschte mir nur… ich könnte bald zurück zu meiner Mutter…
Das wirst du auch Nashashuk, ganz gewiss…nun wünsche ich dir eine gute Nacht und Sternenstaub auf deine Träume.
Nashashuk dachte noch ein wenig nach und schlief dann auch ein.
Am nächsten Morgen erwachte er als erstes und fühlte sich frisch und gut erholt. Er lief zur Quelle und trank von dem frischen Wasser und dachte noch einmal über das Gespräch mit Linumal nach. Vielleicht hatten sie alle recht damit, dass er eine Mission habe, die Mission die Völker miteinander zu vereinen. Warum nur keiner früher darauf gekommen war…
Nachdenklich ging er zurück zum Lager, wo auch die Anderen nun erwacht waren. Sie nahmen etwas zu sich und begaben sich weiter auf ihre Reise.
Linumal erzählte den Anderen von dem nächtlichen Gespräch und nachdem alle darüber nachdachten, fanden sie den Gedanken von Nashashuk sehr gut.
Ja, warum war nur noch niemand früher darauf gekommen, sich zusammenzutun?
Die Elfen verfügten über in enormes Wissen was Heilung und die Natur betrifft, sie waren flink und kannten sich in der Natur gut aus.
Die Feen konnten weite Strecken schnell hinter sich bringen, da sie sehr leicht waren und auch fliegen konnten. Auch sie hatten ein umfangreiches Wissen, sie kannten sich mit den Gezeiten und Sternen sehr gut aus.
Die Waldwichtel waren fleißige Helfer des Waldes und waren Wissbegierig während die Gnome und Trolle sich mehr auf Handwerk verstanden und wahnsinnig stark waren. Die Pferde konnten Lasten tragen und weite Strecken bei jeder Witterung zurücklegen. Wenn sie sich alle zusammentun würden, dann könnte ein Jeder von dem Wissen und Können des Anderen profitieren.
Ja, der kleine Nashashuk war schon sehr gescheit mit seinen jungen Alter.
Alle waren sie sich einig, dass wenn sie ihre Freunde und Verwandten wiederfanden, diese dazu bewegen wollten alle miteinander zu leben, da dies viele Vorteile mit sich brachte.
So zogen sie weiter und schmiedeten Pläne wie eine Gemeinschaft unter den Völkern aussehen könnte. Nashashuk hatte seine Freude daran und er freute sich auf den Tag, an dem es so geschehen würde. Nun aber blieb die Frage offen, ob auch alle damit einverstanden sein würden. Diese Frage stellte er auch seinen Reisegefährten, doch die machten sich wie immer gar keine Sorgen darum. Sie waren der Meinung, dass jeder Einzelne mit seinen Leuten reden würde und die Vorteile einer Gemeinschaft anpreisen würden. Dann würden sie bestimmt und mit Sicherheit alle überzeugen können.

So setzten sie ihre Reise fort, Nashashuk lernte viel von seinen Freunden. So erfuhr er von den Elfen welche Pflanzen er nicht anknabbern sollte und welche gut für ihn waren. Manche Gräser hatten sogar noch eine heilende Nebenwirkungen. Diese nannte man Kräuter und die schmeckten wirklich gut. Aus vielen dieser Kräuter kann man verschieden Heilmittel herstellen, wie Breie, Salben, Pasten oder Umschläge, um damit Wunden zu behandeln und zu heilen.
Auch erzählten sie ihm, was sie alles über seine Herde wussten, dass es dort nur einen Hengst gab und viele Stuten in allen Farben. Der Hengst war ein ganz besonderer, er war so schwarz, schwärzer als die Nacht und sein Fell glänzte als wäre es mit vielen Sternen gespickt. Er hütete die Herde und gab Acht auf seine Stuten und Fohlen. Seine Mutter ist die Weise der Herde, was sie sagte, das wurde befolgt und jeder liebte sie.
Nashashuk wurde immer neugieriger und hoffte, dass sie bald seine Herde fanden.
Die Fee erzählte viel von ihren Abenteuern und verbreitete gute Laune, wenn jemand mal betrübt war.
Ja, und Samtan… der war jederzeit fröhlich und lustig und brachte alle mit seinen Narrereien zum Lachen. Nashashuk war glücklich diese lustigen Gesellen kennen gelernt zu haben.
Die kleine Gesellschaft war die ganze Zeit durch den Wald gelaufen, denn dass war der kürzeste Weg zum großen Gebirge. Sie hofften, dass dort der Erdenriss endete. Keiner konnte sich vorstellen, dass auch der Berg durch das Beben gespalten wurde. Mit Hilfe des Gebirges könnten sie die Spalte dann überwinden und würden so auf die andere Seite gelangen. Das bedeutete noch einen anstrengenden Marsch, doch es war nicht mehr allzu weit dorthin.
Nashashuk fragte wie weit es wohl noch sei und Gorlenas meinte, es sei noch ein drei Tage Marsch bis zum Berg und noch einmal drei Tage um das Gebirge zu überwinden. Also in etwa einer Woche würden sie die andere Seite erreichen können.
Eine Woche? So lange noch?
Und dann müssen wir die Herde suchen und ihr eure Familie… muss ich dann allein weiterziehen? Wie soll ich nur die Herde allein finden?
Na, na, wer macht sich denn gleich solche trüben Gedanken? Wir werden dich begleiten bis du deine Herde gefunden hast. Und ich vermute, dass wir all unsere Freunde und Familien schnell finden werden, denn auch sie werden zum Spalt kommen, in der Hoffnung uns dort in Empfang nehmen zu können. Wenn wir die andere Seite erreicht haben, dann müssen wir nur am Spalt entlang gehen, dann werden wir auf die Anderen treffen. Und sie werden uns entgegen kommen, denn sie werden wissen, dass wir nur über das Gebirge den Spalt überwinden können. Wie du siehst, es gibt keinen Grund zur Sorge.
Das leuchtete Nashashuk ein und er verwarf die Sorgen und stapfte erleichtert weiter.

Nashashuk – Lauter Donner | Teil 6

März 18, 2014 by  
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Die neue Welt

Alle schauten gespannt auf ihn und dann begann er zu reden.
Seid gegrüßt ihr Elfen, Trolle, Gnome, Feen und Pferde. Ich bin Nashashuk, der Sohn von Nahimana. Sie wurde, wie viele von euch auch, durch das große Beben von ihrer Herde getrennt. Sie liegt verletzt auf der anderen Seite des Berges hier. Sie hat mich losgeschickt um Hilfe zu holen. Auf meinem Weg lernte ich dann meine heutigen Freunde kennen. Samtan von den Waldwichteln, Gorlenas Brith und Hathila Haleth von den Elfen und Linumal Silberstaub von den Feen. Wir alle suchten nach unseren Familien und Freunden und schlossen uns zusammen, um die Suche gemeinsam fortzuführen. Während unserer Reise stellte ich fest, dass ein Jeder sein Wissen und Können einbrachte und somit die Reise erleichterte. Da kam mir die Idee, dass wenn wir uns alle zusammentun, dann können wir vieles erreichen und voneinander lernen und profitieren. Gemeinsam sind wir stark.
Nach dem großen Beben haben alle viel zu tun und alles muss neu aufgebaut werden. Wenn wir uns zusammentun, dann können wir doch viel mehr erreichen. Die Trolle und Gnome sind kräftig und handwerklich begabt… sie können gut bauen, und wenn es einmal um die Heilkunde geht, dann stehen die Elfen mit Rat und Tat zur Seite. Jeder kann seinen Beitrag leisten und somit die Gemeinschaft unterstützen.
Unter den Zuhörern machte sich ein Gemurmel breit und Nayati meldete sich zu Wort.
Wie stellst du dir das denn vor? So bin ich der Leithengst der Pferde, ich beschütze sie und kümmere mich um alles, damit es den Pferden gut geht. Wenn wir eine Gemeinschaft bilden, wie soll dann denn die Führung aussehen?
Einer für alle? Das kann doch nicht funktionieren… denn die Wichtel wissen ja gar nicht, wie eine Pferdeherde zu führen ist – wer welche Aufgaben bekommt und überhaupt…und ich weiss auch nicht wie zum Beispiel die Trolle geführt werden sollten oder andere Verbände. Und wenn es doch nur einen Führer geben soll – wer sollte es sein? Er müsste sich mit allen sehr gut auskennen…
Nashashuk hatte darüber schon nachgedacht und sich mit seinen Freunden beraten. So konnte er seinem Vater gleich eine Antwort darauf geben.
Das stelle ich mir so vor, jeder Clan, jeder Verband, jede Herde, alle haben bisher einen Führer gehabt. Aus diesen Führern wird ein Rat gebildet. Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen oder Probleme anstehen, dann tritt dieser Rat zusammen und berät sich und die Entscheidungen werden somit gemeinsam getroffen. Jeder Führer kann so sein Wissen mit einbringen und nur so kann es Lösungen geben, die für alle Lebewesen gut sind.
Nayati dachte darüber nach und dachte bei sich, der Kleine könnte Recht haben, so könnte es wirklich und tatsächlich funktionieren. Auch würde es keinen Streit geben, wer vielleicht Führer sein sollte, denn jeder Verband bringt seinen Führer und dass dies funktioniert hat die Vergangenheit gezeigt, da alle einen Leithengst und Leiter haben.
Er besprach sich mit seiner Herde und meldete sich dann noch einmal zu Wort.
Nashashuk, mein Sohn… du hast sehr weise gesprochen und wir sind der Meinung, dass dein Vorschlag funktionieren kann. Wir wären also mit dabei.
Auch die anderen Führer hatten sich mit ihren Leuten beraten und schlossen sich den Pferden an.
Nashashuk freute sich sehr, dass seine Idee so gut aufgenommen wurde.
Er verschaffte sich wieder Gehör und teilte mit, dass es ihm mit Freude erfülle. Nun sollten sie sich langsam zur Ruhe begeben, denn es käme nun viel Arbeit auf sie zu. Es muss viel geplant, aufgebaut und erledigt werden. Von daher sollten sie so bald wie möglich beginnen, da er auch schnellstmöglich zurück zur Mutter möchte.
Am nächsten Morgen würden sie ausgeruht sich ans Werk machen.
Nashashuk erntete tosenden Beifall und nach und nach zogen sich alle zurück.
Nayati aber kam noch einmal auf Nashashuk zu.
Mein Sohn, du bist sehr jung, doch schon sehr klug und gescheit. Keiner ist jemals auf solch eine Idee gekommen. Und ich kann mir wirklich vorstellen, dass es eine gute Sache ist. So wie du es erklärt hast, leuchtet es mir auch ein, obwohl ich zunächst gelacht habe, so lache ich nun nicht mehr, stattdessen bin ich sehr stolz, dich meinen Sohn zu nennen.
Dann legten auch die beiden Hengste sich zum Schlafen nieder. Nashashuk gingen noch so viele Gedanken durch den Kopf, doch er hatte keine Sorge mehr. Bald würde er sich auf den Rückweg machen, um seine Mutter zu holen. Über diese Gedanken schlief er selig ein.

Als er am nächsten Morgen erwachte, da war das ganze Lager schon emsig beschäftigt. Jeder redetet mit jedem, man plante und teilte Aufgaben auf. Nashashuk nahm dies froh zur Kenntnis.
Gorlenas und Hathila kamen auf ihn zu und teilten ihm mit, dass sie ihn auf den Weg zur Mutter begleiten möchten. Sie haben mit den Anderen gesprochen und sind abkömmlich. Vielleicht konnten sie seiner Mutter ja mit Heilkräutern helfen und die Wunde versorgen. Da freute Nashashuk sich und stimmte freudig zu. Auch sein Vater kam mit vier Stuten zu ihnen und sagte, dass diese ihn begleiten werden, während die Anderen beim Aufbau eines gemeinsamen Lagers halfen.
Samtan meldete sich freiwillig mitzukommen, denn das Reisen hatte ihn großen Spaß gemacht und Linumal war schon am frühen Morgen losgeflogen, um der Stute Nahimana Gesellschaft zu leisten und ihr mitzuteilen, dass nun bald die ersehnte Hilfe eintreffen würde.
So machte sich die kleine Abordnung auf den Weg zurück über das Gebirge.
Linumal war schon bei Nahimana eingetroffen und berichtete ihr all das, was sich ereignet hatte. Nahimana war so stolz auf ihren kleinen Nashashuk.
Da sie lange ruhen konnte, konnte sie mittlerweile auch aufstehen und langsam laufen. So ging sie in Begleitung von Linumal seinem Sohn entgegen.
Als der Wald halb durchquert war trafen sie auf Nashashuk und seine Freunde.

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Die Freude war groß… und Nahimana schloß ihren Sohn glücklich und stolz in die Arme.
Die Elfen untersuchten ihre Wunde, rührten aus Kräutern einen Brei an und trugen ihn auf die Wunde auf.
Dann saßen sie beisammen und Nahimana bekam alles haarklein erzählt. Angefangen mit der Suche und dem Kennenlernen der einzelnen Weggefgährten.
Natürlich hörte Nahimana auch über das Vorhaben ihres Sohnes und wie er seine Ideen in die Tat umsetzte. Sie erzählten voller Stolz wie sich der kleine Nashashuk Gehör verschaffte – erst einmal belächelt wurde – und wie ernst man ihn dann genommen hat.
Zum Schluss dachte Nahimana bei sich, was ihr kleiner Sohn doch alles erreicht hat in seinem jungen Leben. Und so klug war er… er hat wahrlich recht… Gemeinsam sind wir stark…

Am nächsten Morgen machten sie sich auf den Weg und am vierten Tage trafen sie im neuen Lager ein. Mit lautem Hallo wurden sie begrüßt.
Nashashuk staunte, was in ihrer Abwesendheit geschafft wurde. Es gab Unterkünfte für alle, eine zentrale Stelle für gemeinsame Zusammenkünfte, sogar Unterstände für die Pferde, damit sie vor Wind und Regen geschützt waren. Die Elfen hatten auch einen Ort eingerichtet, an dem man kleine Wunden versorgen lassen konnten, bei schweren Wunden würden sie zum Verletzten gehen. Benötigte man jedoch nur eine Salbe oder Tinktur, so konnte man sie sich dort holen.
Es war ausreichend Platz für alle, auch so dass sie sich nicht auf die Pelle rückten. Und alle arbeiteten Hand in Hand. Jeder einzlne brachte sein Wissen und Können mit ein. Nashashuk freute sich über das Bild…
Ja, so soll es sein… wenn Jeder dem Anderen hilft, dann kann man alles erreichen!

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Nashashuk

März 11, 2014 by  
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Nashashuk ist die Geschichte eine jungen Hengstes. Sein Name bedeutet “Lauter Donner”
Er wurde während einer Naturkatastrophe geboren und muss sich gleich auf die Suche nach Hilfe machen, denn seine Mutter Nahimana ist geschwächt und verletzt.
Auf seiner Reise trifft er auf die verschiedensten Waldbewohner, wie den Wichtel Samtan, die Elfen Gorlenas Brith und Hathila Haleth und die Fee Linumal.
Wie auch Nashashuk und seine Mutter wurden sie von der Naturkatastrophe überrascht und von ihren Familien getrennt.
Nun begeben sie sich gemeinsam auf eine Reise durch das zerstörte Land, um Hilfe zu holen.
Was sich alles ereignet und was der junge Nashashuk auf dieser Reise lernt und erlebt, das kann man nun hier auf dieser Website lesen.

Ich wünsche viel Spass dabei…

Eure Dagmar Hallerbach

1. Quartal 2013

Februar 12, 2013 by  
Filed under News

Hallo liebe Leser,

in diesem Jahr habe ich wieder einmal einiges vor.

Im Januar ist die Geschichte des kleinen Nashashuk endlich fertig geworden. Nun heisst es das Manuskript zu verschicken, in der Hoffnung einen geeigneten Verlag zu finden.

Auch die Biografie soll in diesem Jahr fertiggestellt werden.Eigentlich geht es nun nur noch um das letzte Kapitel. Auch wie das Buchcover aussehen soll steht…

Bisher habe ich das Gefühl, dass auch dieses Jahr wieder nur so dahin fliegt…die Zeit vergeht so schnell…Gerade erst sind wir hier eingezogen – vor 11 Monaten…sogar die Hochzeit ist schon 6 Monate her…wo ist nur die Zeit geblieben?

Mir geht es sehr gut – ich bin stabil, ernergiegeladen und vor allem glücklich…Somit steht meinen Plänen nichts mehr im Wege….

Eure Dagmar Hallerbach

 

 

Der Hund der das Lächeln brachte

April 4, 2009 by  
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Ein Mann kam des Weges lang. Seine Kleidung war dunkel und seine Augen sahen sehr traurig aus.
Er sah die Blumen nicht am Wegesrand und auch nicht, wie der See im Sonnenschein nur so glitzerte.
Da plötzlich sprang ein kleiner Hund aus dem hohen Gras hervor, er schlug Purzelbäume, rannte ein Stück weiter und verschwand dann im See.
Dort schwamm er in den glitzernden Wellen umher. Dann mit einem Satz sprang er aus dem Wasser heraus und rannte auf den traurigen Mann zu.
Dieser bemerkte den Hund aber gar nicht. Er war zu versunken in seiner Traurigkeit.
Der Hund schüttelte sich, dass die Wassertropfen nur so davon stoben. Dann bellte er und sprang an dem Mann herauf.

Da erst schaute der Mann auf und sah den kleinen Hund. Er bückte sich und streichelte ihn am Kopf.
Der Hund rannte hin und her, sprang hoch tollte umher und jaulte.
Da begann der Mann plötzlich zu lachen.

Lachend ging der Mann seinen Weg weiter.
Ein kleines Kind kam diesen Weg entlang. Es sah zu dem Mann hoch und sagte dann zu ihm:
“Wenn Du lachst, dann sehen Deine Augen aus wie bunte Blumen!“

Eine kleine Geschichte zur Leichtigkeit

April 4, 2009 by  
Filed under Kurzgeschichten

Es war einmal eine kleine Schneeflocke, so weiß, frei und unschuldig wie es nur eine Schneeflocke sein kann.
Zu Hause war sie in einer großen Wolke mit vielen Schneeflocken.
Das aber wurde der kleinen Schneeflocke auf Dauer zu langweilig. Sie wollte mehr und auch etwas Neues sehen und erleben.

Gedacht – getan…

Sie bahnte sich einen Weg aus der Wolke und schwebte davon.

Sie war nun am strahlend blauen Himmel unterwegs. Das gefiel ihr sehr gut. So blau und klar hatte sie den Himmel noch nie erlebt, denn meist zeigte er sich trüb und trist.

Sie schwebte weiter der Erde zu.
Sie fühlte sich so frei und leicht, das ihr innerlich ganz warm wurde.
Doch was war das?
Kann die Wärme auch nach aussen dringen?
Ach nein, dort am Himmel hoch stand die Sonne und sie strahlte so hell und warm.
Diese Wärme tat der kleinen Schneeflocke sooo gut.

Ihr Weg führte sie weiter der Erde zu.

Dort angekommen landete sie auf einer saftig grünen Wiese.
Hier wurde sie von feinen Grashalmen in Empfang genommen.
Die Grashalme trugen die kleine Schneeflocke von Halm zu Halm über die Wiese und sie fühlte sichtlich wohl dabei. Sie fühlte sich so leicht und sicher wie niemals zuvor.

Doch was war das?

Ein tänzelndes Licht kam auf sie zu –
Was mag das wohl sein?

Das tänzelnde Licht entpuppte sich als eine tanzende Elfe.
Diese gesellte sich zur kleinen Schneeflocke und tanzte leichtfüßig über die Grashalme.

Die kleine Schneeflocke hatte große Freude an der tanzenden Elfe und der Leichtigkeit des Daseins.