Charityveranstaltung UK Essen
Mai 5, 2010 by Dagmar Hallerbach
Filed under News
Am Samstag, 08.05.2010 ist es nun soweit. Die Charityveranstaltung findet statt in der Uniklinik Essen auf der Kinderkrebsstation.
Für die Kinderkrebsstation werden noch einige Dinge dringend benötigt, um den kranken Kindern den Klinikalltag ein wenig zu erleichtern.
Auch ich werde dort vor Ort sein und den Kindern vorlesen. Eigens für diese Veranstaltung habe ich neue Geschichten geschrieben, die dort erstmalig vorgestellt werden. Ich lese dort unter dem Motto:
“Wir hoffen auf eine bessere Zukunft – Kinder sind unsere Zukunft – Handeln ist besser als nur hoffen!”
Unser Ziel ist es, den Kindern die fehlenden Dinge zu ermöglichen.
Es fehlt an Elternbetten, Gesellschaftsspielen, sowie internetfähige Laptops.
Wir von Ku-Li erhoffen uns, mit unserem Handeln einiges für die Kinder tun zu können.
Die Welt der kleinen Futurina
April 5, 2009 by Dagmar Hallerbach
Filed under Märchen
Es war einmal ein kleines Mädchen. Ihr Name war Futurina.
Dieser Name steht für die Zukunft. Es gab nämlich einmal den Glauben und die Hoffnung, das jeder Mensch mit seinem Leben die Welt ein wenig verbessert.
Futurina lebte in einer Welt umgeben von Menschen, welche ihr Obhut und Schutz geben sollten. Sie sollte aufwachsen in einer fröhlich, bunten Welt umgeben von Liebe und Vertrauen, damit sie eines Tages mutig, stark, selbstbewusst und aufrecht in ein unabhängiges Leben gehen kann.
Eines noch muss man über Futurina sagen; sie war eine echte kleine Kämpferin, so ein kesser Kampfkrümel.
Das zeigte sich schon in frühen Jahren.
Eines Tages geschah das Furchtbarste was einem kleinen Mädchen geschehen kann. Innerhalb kurzer Zeit verlor sie ihre Eltern.
Es muss schlimm gewesen sein für Futurina; doch sie hatte Glück im Unglück.
Es kamen Helfer die sie von nun an begleiten und unterstützen wollten.
Und es kam noch besser; diese Helfer waren auf der Suche nach noch besseren Helfern…sie suchten neue und liebevolle Eltern für Futurina.
Was mag alles in Futurina vorgegangen sein?
Wirklich wissen können wir es nicht, denn sie wurde ein sehr stilles Kind.
Vielleicht waren da Angst, Traurigkeit und Schuldgefühle.
Nach einiger Zeit aber fühlte Futurina sich bei den neuen Helfern wohl und entwickelte sich zu einem fröhlichen, selbstbewussten Menschlein.
Die neue Welt wurde wieder schillernd und bunt und sie erfüllte ihre Umgebung mit fröhlichen Kinderlachen.
Eines Tages dann war der große Tag. Es wurde ein Fest gefeiert mit vielen Kindern und es gab viel Besuch.
Unter den Besuchern gab es ein Paar, und dieses Paar wurde von Futurinas sprühender Fröhlichkeit regelrecht eingefangen und umgeben.
Von nun an kam das Paar öfter und sie nahmen Futurina mit zu allerlei Unternehmungen.
War das ein Spaß. Futurina staunte was es für tolle Dinge gab die Kindern soviel Freude bereiten. Sie fühlte sich wie im Schlaraffenland.
Ja, so stellte sie es sich vor.
Eines Tages entschied das Paar, dass es nun die neuen Eltern für Futurina sein wollten und nahmen sie mit in eine neue Welt.
Eine andere und neue Welt? Schon wieder?
Oje, Futurina bekam Angst und es war auch nicht mehr wie im Schlaraffenland.
Aber da sie eine Kämpfernatur war sagte sie der Angst den Kampf an.
Und sie kämpfte, denn diesmal wollte sie alles richtig machen, sie wollte nicht wieder verlassen werden und diese neue Welt sollte auch fröhlich und bunt werden.
Die Jahre vergingen und Futurina glaubte die Angst besiegt zu haben und sie begann wieder zu lachen.
Die Angst aber ließ sich nicht so leicht besiegen. Sie lauerte lange Zeit im Hinterhalt.
Manches Mal wagte sie einen Angriff auf Futurina, doch Futurina jagte sie fort.
So vergingen wieder ein paar Jahre und Futurina war groß und wie sie glaubte auch stark geworden.
Es kam der Tag, da verließ sie ihre Eltern und erschuf sich nach und nach ihre eigene kleine Welt.
Von nun an wollte sie vom Schützling zum Helfer werden.
Es kam die Zeit, da glaubte sie der glücklichste Mensch zu sein. Ihre Welt war erfüllt von Leben, Liebe und Vertrauen. Endlich hatte sie es geschafft.
Und was war mit der Angst?
Ja, die Angst wurde aus dieser Welt ausgeschlossen.
So verging eine glückliche Zeit.
Doch dann plötzlich geschah etwas fürchterliches und Futurinas Welt zerbrach und sie fiel und fiel immer tiefer bis sie auf einem riesigen Scherbenhaufen zu Fall kam.
Was nun?
Wie sollte es weiter gehen?
Sie saß auf dem Berg von Scherben der einmal ihre Welt war und fühlte sich allein und verlassen, sie konnte nicht mehr weiter.
Und sie allem Unglück sah die Angst nun ihre Chance. Sie kam aus dem Hinterhalt und entwickelte sich zu einem grauenvollen Monster.
Doch eines Tages kam von unerwarteter Seite Hilfe.
Diese Hilfe bestand aus verschieden Helfern und sie sprachen Futurina Mut zu.
Sie nahm die Hilfe an und verwarf den Gedanken ans Aufgeben und so mobilisierte sie wieder ihren alten Kampfgeist. Sie wollte ihre Welt wieder kitten.
Mit viel Mühe und Phantasie setzte sie den Scherbenhaufen wie ein großes Puzzle zusammen. Hier und da blieben ein paar Sprünge, doch es musste mal so sein.
Während dieser mühevollen Arbeit hatte sie aber keine Zeit und Möglichkeit die Angst im Schacht zu halten und so nahm diese immer mehr Besitz von Futurina ein.
Und dann eines Tages holte die Angst zum großen Schlag aus.
Futurina selbst und ihre Welt zerbrachen unter diesem Schlag.
Futurina fiel in das große, dunkle Meer der Hoffnungslosigkeit. Sie fühlte einen ungeheuren Schmerz und versank in der Finsternis.
War das der Todesstoss der Angst oder aber kann Futurina die Kämpferin die Finsternis noch einmal durchbrechen?
Kämpfen oder aufgeben; wie sollte sie sich entscheiden?
Die Verwirrung ist groß. Da ist der Schmerz und die Traurigkeit und kein Vertrauen mehr.
Sie fühlt sich schutzlos und ausgeliefert und die Angst ist riesengroß.
Die Verwirrung vernebelt ihr die Sinne und die Sicht; wo sind ihre Helfer hin?
Wie wird sie sich entscheiden?
Oder hat sie sich schon entschieden weiß es nur noch nicht?
Die Zeit wird es zeigen…
…und wenn sie nicht gestorben ist, dann hat sie sich entschieden !



Mein Name ist Dagmar Hallerbach. Meine Leben war recht turbulent und ich verarbeite vieles in Form vom Schreiben. Ich schreibe Kurzgeschichten, Märchen und Gedichte. Diese spiegeln meine Gefühle und meine Gedanken wieder. Das erdet mich und meine Gedanken werden sortiert.