Futurina und die Welt der Gefühle Part III

August 21, 2011 by  
Filed under Märchen

Futurina hat den Schritt in ein neues Leben gewagt.
Es lief auch alles gut und rund und sie war voller Tatendrang und positiver Energie. Klar, hier und da waren auch mal Hindernisse im Weg oder auch schwierige Situationen, doch davon hat sie sich nicht abhalten lassen weiter vorwärts zu stürmen. Sie hatte das Gefühl unendlich stark zu sein und meinte sie könne Bäume ausreissen. Und so war sie hier und da tätig, unterstützte und half wo sie konnte und wirbelte nur so um sich. Sie war die Lebensfreude pur.
Was sie aber völlig ausser Acht liess, das war die eigene Person. Um sich kümmerte sie sich immer weniger. Dazu war sie auch viel zu beschäftigt. Und so bemerkte sie auch nicht das sie immer schwächer und erschöpfter und dadurch auch immer empfindlicher wurde.
Sie schlief unregelmässig und wenig, denn ihr Kopf war viel zu voll um zur Ruhe zu kommen. Ungefiltert stürmte so viel auf sie ein.
Auch wurden ihr immer mehr Gefühle bewusster. Doch es waren alles unschöne Gefühle.

Mit der Gefühlsebene hatte sie sich bisher wenig beschäftigt, zumindest mit der Eigenen. Das galt zu ihrem Schutze.
Doch genau diese Gefühle wollten nicht mehr unbeachtet sein und machten sich heftig bemerkbar. Sie wollten endlich die Beachtung finden die ihnen zusatand.

Für Futurina begann nun eine bewegende und verwirrende Zeit.
Was wollten diese Gefühle nur von ihr? Und wie sollte sie mit ihnen umgehen? Das hat sie doch nie wirklich gelernt.
Warum nur war sie plötzlich so oft so unendlich traurig, enttäuscht oder sogar wütend? Das machte ihr grosse Angst.
Angst?! Das Gefühl kennt sie gut…

Verwirrt durch die vielen Gefühle zieht Futurina sich zurück. Da muss sie erstmal alleine durch, so glaubt sie. Denn wenn die Anderen sehen was mit ihr los ist, dann werden sie bestimmt nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen und sie auch als Versagerin sehen. Dann ist sie viel zu anstrengend und belastend für sie, und das werden sie nicht mögen, denn sie wollen bestimmt nur eine starke Futurina kennen und auch mögen. Eine, die für sie da ist, sie unterstützt und aufbaut, aber nicht eine verwirrte, ängstliche, die genau diese Unterstützung selbst benötigt.
Nein, das wollen sie bestimmt nicht!

So denkt Futurina und zieht sich mehr und mehr zurück.
Nur kommt nun auch noch das Gefühl der Einsamkeit hinzu. Oje, was soll sie nur tun?
Keiner ist da der ihr helfen kann, keiner der ihr sagt was sie mit dem Gefühlschaos anstellen soll.
Futurina weiss nicht mehr weiter!

Traurig ist sie und einsam und keiner ist da. Dabei bemerkt sie nicht, dass es allein an ihr liegt das sie allein ist, denn sie war es ja die sich zurückzog und alles allein mit sich ausmachen wollte.
Ihr Motto ist es ja…Immer stark sein, immer hart sein, vor allem hart gegen sich!

Mit der Zeit verstrickt sich Futurina immer tiefer in ihrem negativen Gefühlschaos. Im Kopf und Bauch herrscht und regiert ein unerbittlicher Kampf; stark sein oder Schwäche zeigen?
Doch Futurina kommt zu keinem Entschluss.
Aus dem Kampf gehen Aggressionen hervor, das ist alles. Na toll, noch so ein ungewolltes Gefühl. Wieviele gibt es denn noch davon?

Das alles wird Futurina zuviel. Selbst wenn sie wollte, jetzt kann sie zu niemanden mehr Kontakt aufnehmen. Denn wenn im Kontakt die Aggressionen unkontrolliert herausbrechen, dann verletzt sie ohne es zu wollen und das ist falsch. Das darf auf gar keinen Fall passieren. Davor ist die Angst zu gross.
Futurina versucht einen klaren Kopf zu bekommen. Gegen die Traurigkeit und Einsamkeit kann sie nichts tun, aber die Aggressionen können abgebaut werden und am besten gegen sich selbst.
Und so hat sie endlich ein wirksames Ventil gefunden.
Sie stellt fest, das wenn sie sich an sich abreagiert hat, dann treten für einen Moment alle Gefühle in den Hintergrund. Dann endlich kann sie mal wieder durchatmen und fühlt sich leicht und befreit.

So verstreicht einige Zeit und Futurina ist froh einen Weg gefunden zu haben, die Gefühle für eine Zeit lang unter Kontrolle zu haben. Endlich hat sie alles wieder im Griff.
Doch ist das wirklich so oder ist das ein Trugschluss?
Sie bemerkt gar nicht, das sie sich in einen neuen Teufelskreis befindet. Und als sie es bemerkt ist es schon zu spät und ihr dann egal. So scheint es ihr zumindest, doch leider ist dem nicht so.
Plötzlich merkt sie, das sie ien schlechtes Gewissen plagt, welches ihr sagt das sie falsch handelt und eh alles nur falsch macht.
Auch die Dauer der Erleichterung wird kürzer oder bleibt sogar aus. Doch statt nach neuen Wegen und Ventilen zu suchen behält sie all das weiterhin bei und in sich. Nur das nun auch noch das Gefühl von Schuld auf ihren Schultern lastet.
Ja, sie ist selbst an all dem schuld!

Futurina bricht weinend zusammen und ist ein schwarzer, grosser Klumpen bestehend aus negativen, ungewollten Gefühlen.
Immer häufiger stellt sie sich die Frage warum sie in dieses Leben geboren ist und welchen Zweck sie erfüllen soll. Was für einen Sinn hat das alles nur? Übersieht sie etwas? Wenn ja, was ist das denn nur?

Futurina ist verwirrt und verzweifelt. Sie will nicht mehr allein und einsam sein, handelt aber so das genau dieses eintritt. Sie will auch nicht mehr immer stark sein, doch kommen Tränen und zeigt sie sich schwach, dann schämt sie sich dafür.
Sie ist randvoll mit Worten und Gedanken, doch kann sie diese nicht klar und deutlich aussprechen. Sie will Ruhe, erzeugt aber nur Unruhe.
Wie nur soll sie da jemals wieder heraus kommen?
Sie weiss nicht mehr weiter und wünscht sich nichts sehnlicher als das dieses all endlich ein Ende findet und sie die gewünschte Ruhe erlangt.
Doch wie kann sie diese erreichen?

Sie glaubt, dass das Ziel nur erreicht werden kann wenn sie nicht mehr ist, wenn ihr Leben zu Ende ist, erst dann kann sie Ruhe finden.
Aber ist das wirklich der einzige Weg oder gibt es noch eine Abzweigung um dem absoluten Ende zu entkommen?
Was will Futurina?
Will sie Ruhe, das heisst dem Leben ein Ende setzen oder will sie Ruhe im Leben?
Fragen über Fragen auf die sie keine Antwort weiss und findet.
Und die Gefühle wüten weiter in ihr.
Sie würde gerne schreien, treten, schlagen um sich davon zu befreien. Doch sie kann nicht, denn sie hat Angst die Kontrolle zu verlieren und dann aus der ganzen Wut heraus doch etwas falsches zu machen. Und sie weiss, ist das erst geschehen, dann kann sie nichts und nie mehr etwas machen.

“Hätte Sie nur eine Dachbeschichtung, dann wäre alles halb so wild”

Futurina ist so verzweifelt. Sie weiss, sie hat viel erreicht in ihrem Leben; viele Felsbrocken sind aus dem Weg geräumt. Und nun stolpert sie über einen Kieselstein und schlägt so hart auf, dass es ihr die Luft zum Atmen nimmt.
Immer wieder konnte sie sich an einen letzten Strohhalm klammern; aus all diesen letzten Strohhalmen hat sie sich ein Floss gebaut, welches nun zu sinken droht.
Und so hat das unendliche Meer der Hoffnungslosigkeit sie doch wieder zurück geholt!

Futurina war einen grossen Teil in ihrem Leben ausgeschlossen gewesen. Sie wusste was es heisst allein zu sein, selbst wenn sie umgeben war von Menschen die sie mögen.
Sie hatte auch eine Möglichkeit gefunden, eine noch verzweifeltere Einsamkeit zu ertragen. Jetzt aber sah sie keine Möglichkeit mehr, jetzt ist nur noch die grosse, weite Hoffnungslosig,-und Sinnlosigkeit da die sie umgibt und lähmt. Und Futurina fehlt es an Kraft und Mut diese zu durchdringen.

Wird es irgendwo am Grund des Meeres noch einen Funken Hoffnung für Futurina geben, oder ist genau dieser nun für immer erloschen?
Was kann ihr noch helfen?

Vielleicht fehlt ihr auch “nur” mal jemand, der sie in den Arm nimmt, sie festhält, ihr Trost, Wärme, Zuspruch und Sicherheit gibt, die sie sich selbst nicht mehr geben kann! Und die sie nie erhalten hat.
Trost und Sicherheit, in der es erlaubt ist schwach zu sein und zu weinen. Wo sie gehalten wird bis alles wieder gut ist und sie mit grossen, blanken Augen schaut und sieht sie ist nicht allein.

Ein kleines Lächeln

November 14, 2010 by  
Filed under Gedanken

Es gibt Tage
An denen ich fühle
Wie schön das Leben ist

Wie schön es ist
Sich zu freuen
Geboren zu sein
Geborgenheit zu spüren

Ausgestreckt auf dem Bauch liegend
Die Wärme des Ichs zu spüren
Dem eigenen Atem zu zuhören
Den Augenblick geniessen
Und keinen Gedanken fassen

Es gibt Tage
An denen ich weinen könnte
Vor Freude
Über das kleine Lächeln
Eines netten Menschen

Angst

November 13, 2010 by  
Filed under Gedanken

Sie ist da
Obwohl ich sie gar nicht will
Sie beeinflusst mich
Obwohl ich mich gegen sie sträube
Sie hindert mich
Obwohl ich mich gegen sie wehre
Es gibt sie
Obwohl ich sie nur vergessen will
Die Angst
Vor allem Unbekannten
Vor allem Unangenehmen
Und vor all den schlechten Erfahrungen in mir

Eingesperrt

Oktober 30, 2010 by  
Filed under Gedichte

Es ist als würde ich schreien
Und ich versuche mich zu befreien
Doch ich sitze in meinem selbstgebauten Gefängnis
Um mich herum ist nichts als Finsternis
Ich komme nicht mehr weiter und vor mir steht
Eine unendlich hohe Leiter
Der Herbst ist da, eigentlich doch wunderbar
Alle um mich herum lachen
Nur ich beschäftige mich mit immer den selben Sachen
Das Nichtessen ist in meinen Gedanken
Ich versuchte bisher vergebens
Mich davon loszubinden
Und mein eigenes Ich endlich wieder zu finden

Der finstere Geselle

Juli 30, 2010 by  
Filed under Gedichte

Du hast mir die Kraft gestohlen und mich meines Herzens beraubt
Du hast mich eingefangen und mir meine Seele entführt
Du finsterer Geselle warum habe ich dir nur jemals vertraut

Ich habe mich aufgegeben und dir vertraut
Du hast mir Versprechungen gemacht
Du finsterer Geselle all meiner Gefühle wurde ich beraubt

Nie wieder werde ich vertrauen dir
Die Hoffnung verblasst und das Herz steht still
Du finsterer Geselle denn nun bin ich der wahre Experte in mir

Erkenntnis überkommt mich und ich fühle die Wärme des Lichts
Am Ende des Tunnels sehe ich stehen mein eigenes Ich
Du finsterer Geselle bitte stirb und mich bekommst du nicht

Der Hund der das Lächeln brachte

April 4, 2009 by  
Filed under Kurzgeschichten

Ein Mann kam des Weges lang. Seine Kleidung war dunkel und seine Augen sahen sehr traurig aus.
Er sah die Blumen nicht am Wegesrand und auch nicht, wie der See im Sonnenschein nur so glitzerte.
Da plötzlich sprang ein kleiner Hund aus dem hohen Gras hervor, er schlug Purzelbäume, rannte ein Stück weiter und verschwand dann im See.
Dort schwamm er in den glitzernden Wellen umher. Dann mit einem Satz sprang er aus dem Wasser heraus und rannte auf den traurigen Mann zu.
Dieser bemerkte den Hund aber gar nicht. Er war zu versunken in seiner Traurigkeit.
Der Hund schüttelte sich, dass die Wassertropfen nur so davon stoben. Dann bellte er und sprang an dem Mann herauf.

Da erst schaute der Mann auf und sah den kleinen Hund. Er bückte sich und streichelte ihn am Kopf.
Der Hund rannte hin und her, sprang hoch tollte umher und jaulte.
Da begann der Mann plötzlich zu lachen.

Lachend ging der Mann seinen Weg weiter.
Ein kleines Kind kam diesen Weg entlang. Es sah zu dem Mann hoch und sagte dann zu ihm:
“Wenn Du lachst, dann sehen Deine Augen aus wie bunte Blumen!“

Eine kleine Geschichte zur Leichtigkeit

April 4, 2009 by  
Filed under Kurzgeschichten

Es war einmal eine kleine Schneeflocke, so weiß, frei und unschuldig wie es nur eine Schneeflocke sein kann.
Zu Hause war sie in einer großen Wolke mit vielen Schneeflocken.
Das aber wurde der kleinen Schneeflocke auf Dauer zu langweilig. Sie wollte mehr und auch etwas Neues sehen und erleben.

Gedacht – getan…

Sie bahnte sich einen Weg aus der Wolke und schwebte davon.

Sie war nun am strahlend blauen Himmel unterwegs. Das gefiel ihr sehr gut. So blau und klar hatte sie den Himmel noch nie erlebt, denn meist zeigte er sich trüb und trist.

Sie schwebte weiter der Erde zu.
Sie fühlte sich so frei und leicht, das ihr innerlich ganz warm wurde.
Doch was war das?
Kann die Wärme auch nach aussen dringen?
Ach nein, dort am Himmel hoch stand die Sonne und sie strahlte so hell und warm.
Diese Wärme tat der kleinen Schneeflocke sooo gut.

Ihr Weg führte sie weiter der Erde zu.

Dort angekommen landete sie auf einer saftig grünen Wiese.
Hier wurde sie von feinen Grashalmen in Empfang genommen.
Die Grashalme trugen die kleine Schneeflocke von Halm zu Halm über die Wiese und sie fühlte sichtlich wohl dabei. Sie fühlte sich so leicht und sicher wie niemals zuvor.

Doch was war das?

Ein tänzelndes Licht kam auf sie zu -
Was mag das wohl sein?

Das tänzelnde Licht entpuppte sich als eine tanzende Elfe.
Diese gesellte sich zur kleinen Schneeflocke und tanzte leichtfüßig über die Grashalme.

Die kleine Schneeflocke hatte große Freude an der tanzenden Elfe und der Leichtigkeit des Daseins.

Herzlich Willkommen!

April 4, 2009 by  
Filed under News

Liebe Besucher dieser Website,

Herzlich willkommen auf meinen Seiten.

Mein Name ist Dagmar Hallerbach.

Eines meiner Hobbys ist das Schreiben.

Ich schreibe Gedichte, Kurzgeschichten, Märchen sowie meine Gedanken und versuche mich nun auch an einem ganzen Buch über mich und mein Leben.

Hier auf dieser Website kann man Gedichte, Kurzgeschichten wie auch Märchen von mir lesen.

Auch wird es zu gegebener Zeit eine Vorstellung  meines  Buch geben.

Im Laufe der Zeit wird hier auch ein Forum eingebunden, in dem es Hilfe und Adressen für Opfer von Missbrauch und Gewalt geben wird.

Ich freue mich über viele, nette Besucher und wünsche viel Vergnügen auf meinen Seiten.

Mit freundlichen Gruss

Dagmar Hallerbach